Dieter Hess und Günther Struppe

BS-Verlag-Rostock

ISBN 978-3-930845-19-4

Ein Buch für Kinder, geschrieben von Dieter Hess und Günther Struppe.

Ich halte dieses Buch für einen guten Begleiter im Alltag mit Pflegekindern und möchte es Ihnen empfehlen.

In diesem Buch erleben der verträumte Johann und seine Katze Pauline zauberhafte Abenteuer, die dazu einladen, die Gedanken abschweifen zu lassen in eine märchenhafte Welt außerhalb unserer Vorstellungskraft.

Der verträumte Johann und seine Katze Pauline erleben mehrere Abenteuer, die in einzelnen Kurzgeschichten verschiedene psychologische Themen aufgreifen.

Während die Kinder beim Zuhören oder selbst lesen in die Geschichte eintauchen und sie erleben, werden im Unterbewusstsein Gefühle angesprochen und auch klar benannt. Im Verlauf der Geschichten werden mögliche Lösungen geboten, so dass Leser*innen oder auch Zuhörer*innen, unbewusst neues Reaktionsverhalten erlernen können.

In einer Kurzgeschichte erlebt zum Beispiel Johanns Ratzefummel dauerndes Hin- und Hergeschubse und auch Misshandlung, so dass er den Entschluss fasst, sich das nicht mehr gefallen zu lassen. Er verbündet sich mit anderen Haushaltsgegenständen, denen es ähnlich ergeht, und gemeinsam schildern sie Johann ihren Standpunkt und machen ihm klar, dass etwas geändert werden müsse.

So geben wir traumatisierten Kindern die Möglichkeit an die Hand, in Aktion zu treten und nicht nur der Umwelt schutzlos ausgeliefert zu sein. Da die Geschichte sehr blumig und fantastisch geschrieben ist, finden diese Veränderungen unmerklich statt.

Eine andere Geschichte erzählt von der alten Ursel, der keiner vertrauen will aufgrund ihres Aussehens und Verhaltens.

Doch Johann traut sich das, was sich bisher niemand getraut hat. Er besucht die alte

Ursel um festzustellen, dass sie allen hilft und sich für andere bereit hält und auch ihn freudig bei sich aufnimmt. In dieser Geschichte geht es um Mut und Vertrauen.

Auf diese Art kann man mit Kindern arbeiten, sie offen ansprechen, ohne das eigentliche Thema zu benennen.

Ivonne Bösche