Beratung, Seelsorge und fachliche Begleitung für Pflegefamilien

Derzeit sind alle Familien mit Kindern und Jugendlichen einer Belastungsprobe ausgesetzt, die als absolute Ausnahmesituation betrachtet werden muß. Ungewohnte Situationen verursachen Unsicherheit und Streß. Familien sind unter Druck und können viele gewohnte Strategien zur Entlastung nicht oder nur eingeschränkt nutzen.

Pflegefamilien trifft es hier besonders, da zum großen Teil mehrere Pflegekinder, Adoptivkinder und ebenso leibliche Kinder in verschiedensten Konstellationen in den Pflegefamilien leben. Auch Pflegefamilien fühlen Existenzbedrohung und Isolation.

Die Pflege und Adoptivkinder bringen besondere Biografien mit traumatischem Erleben, pathologischen Diagnosen, wie Bindungsstörungen, einschließlich den daraus resultierenden Verahaltensauffälligkeiten mit in die Pflegefamilien. Das Fehlen der gewohnten, heilsamen Rituale, die räumliche und emotionale Enge der derzeitigen Situation, können die Situation in Pflegefamilien in besonderer Weise verschärfen.

Pflegeelterngesprächskreise, Supervision und entlastende Fortbildungen sind bis auf weiteres untersagt.

Das Fachzentrum hält alle Kontakte zu Pflegefamilien und Fachkräften, verstärkt mit alternativen Mitteln. Persönliche Kontakte finden bei besonderen Kindeswohlinteressen unter Beachtung der aktuellsten Hygienevorschriften, in Absprache mit dem Jugendamt statt.

Zu den Pflegekinderdiensten wird der Kontakt regelmäßig telefonisch und per Mail gehalten.

Angebot für Pflegefamilien im Land Sachsen-Anhalt – zur Entlastung der Pflegefamilien und Unterstützung der Jugendämter

  • Seelsorge zur emotionalen Entlastung
  • Beratung im sachlich – praktischen Bereich und Vermittlung in Netzwerke und zu anderen, medialen Hilfsangeboten
  • Beratung zu fachlich – professionellen Themen im Pflegekinderwesen
  • Begleitung zur Entlastung in Stress-Situationen durch die derzeitige Lage
  • Familientherapeutische Interventionen bei krisenhaftem Erleben in der derzeitigen Lage
  • In einer Krise ist persönlicher Kontakt nur beantragt über das Jugendamt und/oder im Falle von Kindeswohlgefährdung möglich. Dieser ist unter Einhaltung der aktuell bestehenden Hygienevorschriften durchzuführen.
  • Im Falle von Kindeswohlgefährdung wird den üblichen Vorgehensweisen gefolgt.

Medien:
Telefon – Videotelefonie – Mail

Rahmen:
Zur Verfügung stehen 5 zertifizierte Pflegeelternberaterinnen / Familientherapeutinnen, des Fachzentrums für Pflegekinderwesen Sachsen – Anhalt und eine Büroassistentin:

  • Birgit-Patricia Eilenberger
  • Karo Babelscheck
  • Heidi Bachmann
  • Ines Spengler
  • Andrea Meng
  • Uta Rinne

Bereitschaftstelefon für Pflegefamilien

Montag bis Freitag
8.00 Uhr bis 20.00 Uhr

MONTAG
Heidi Bachmann
0171 / 334 63 08

DIENSTAG
Andrea Meng
0151 / 23 81 41 28

MITTWOCH
Uta Rinne
0151 / 55 28 72 29

DONNERSTAG
Uta Rinne
0151 / 55 28 72 29

FREITAG
Birgit-Patricia Eilenberger
0177 / 684 88 89

Notfalltelefon:
Samstags, Sonntags und an Feiertagen
8.00 Uhr bis 20.00 Uhr

SAMSTAG
Birgit-Patricia Eilenberger
0177 / 684 88 89

SONNTAG
Birgit-Patricia Eilenberger
0177 / 684 88 89

E-Mail-Dienst

ines.spengler@fzpsa.de für die Nachtstunden.

An allen Wochentagen und an Sonn und Feiertagen, in der Zeit von 20.00 Uhr bis 8.00 Uhr, werden ihre E-Mail-Nachrichten gesammelt. Wir rufen Sie in der Zeit von 8.00 Uhr und 20.00 Uhr, des Folgetages zurück.

Für FEIERTAGE werden die zuständigen Beraterinnen und Telefonnummern für die Notfallbereitschaftsdienste 24 Stunden vorher bekanntgegeben.

Hinweise:

  • Bitte beachten Sie die Wochentage mit den zuständigen Mitarbeiterinnen und die Zeiten der Zuständigkeit
  • In zugespitzten Situationen ist es möglich einen Videochat zu führen
  • Sie können unserem Büro auch per Mail Ihre Fragen und Nöte mitteilen, bitte hinterlegen sie eine Telefonnummer. Die Mails werden weiter geleitet und wir beantworten Fragen oder rufen sie zurück.
  • bitte beachten Sie die die Gegebenheiten für Wochenenden und Feiertage
  • Für außergewöhnliche Situationen besprechen Sie bitte mit ihrem zuständigen Jugendamt weitere, passende Maßnahmen.