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Geschichte

Der Weg von der Pflegeelternschule zum Fachzentrum für Pflegefamilien Sachsen- Anhalt

Mit der Deutschen Einheit kam Anfang der 90er Jahre das Pflegekinderwesen nach Sachsen-Anhalt. Pflegekinderdienste und neu gewonnene Pflegeeltern wagten in dieser turbulenten Einführungsphase den Aufbruch und schufen unter schwierigen äußeren Bedingungen innerhalb kurzer Zeit tragfähige Strukturen für Jugendhilfe in der Pflegefamilie.

Alle Beteiligten erkannten dabei, dass Pflegeeltern im Alltag immer wieder an ihre Grenzen stießen, die sich nur mit weiterem Hintergrundwissen überwinden ließen. Mit Unterstützung des Jugendamtes bildete sich in Halberstadt ein Gesprächskreis von Pflegeeltern, der sich regelmäßig traf, und in dem sich Pflegeeltern austauschen konnten. Dieser Gesprächskreis wurde von einer Psychologin, Frau Bergmann, die in der Erziehungsberatungsstelle der AWO in Halberstadt arbeitete, begleitet. Es wurde ein Pflegeelternkreis im Kreisverband der AWO ins Leben gerufen. Hier wuchs die Idee, Pflegeeltern auf Ihre Aufgabe vorzubereiten und sie durch weiterführende Seminare zu unterstützen.

1994 veranstaltete dieser Kreis in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Bildungswerk Halle die erste Pflegeelternschule Sachsen-Anhalts. Die Seminararbeit für Pflegeeltern wurde 1995 mit Hilfe des Sozialministeriums, das die Pflegeelternschule seitdem fördert, ausgebaut. Seinerzeit wurden 57 Seminare in 6 Kreisen angeboten.

2000 zog sich die AWO aus der Arbeit der Pflegeelternschule zurück. Das Projekt wurde neu ausgeschrieben. Seitdem ist die Pflegeelternschule in Trägerschaft der Stiftung Ev. Jugendhilfe St. Johannis Bernburg. Die Pflegeelternschule hat sich in dieser Zeit kontinuierlich weiterentwickelt und veranstaltete im Jahr 2003 bereits 148 Seminare.

In den letzten Jahren wurde eine intensive Debatte über die Qualität im Pflegekinderwesen Sachsen- Anhalts geführt. Als Ergebnis konnte im letzten Jahr ein Handbuch vorgelegt werden, das über das Land hinaus Beachtung und Anerkennung fand. Alle Beteiligten waren sich einig, dass weiter an der Qualität der Arbeit für die Pflegekinder gearbeitet werden muss.

Um diesen Prozess zu unterstützen hat die Pflegeelternschule eine Reihe neuer Angebote in ihr Programm aufgenommen. So werden künftig eine breite Palette von Beratungsangeboten, Supervision und Mediation die Fortbildungsangebote ergänzen.

Folgerichtig wurde ihr Name geändert. Die  Pflegeelternschule Sachsen- Anhalt ist jetzt ein Fachzentrum für Pflegefamilien Sachsen- Anhalt.

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