Forum zu den einmaligen Beihilfen und zum Taschengeld für Pflegekinder

Hier können Sie sich mit anderen Pflegeeltern und Fachkräften zu den Empfehlungen des Landes zu den einmaligen Beihilfen und der Taschengeldregelung austauschen.

Auszug aus den gemeinsamen Empfehlungen des Ministerium für Gesundheit und Soziales und des Landesverwaltungsamtes – Landesjugendamtes für die Vollzeitpflege

5.  Einmalige Beihilfen und andere Zahlungen

Die einmaligen Beihilfen sollen, wie auch ähnlich beim Deutschen Verein wiederholt dargestellt und stärker als bisher im Runderlass von Sachsen- Anhalt von 1995 formuliert, in das pflichtgemäße Ermessen der Jugendämter – orientiert am Einzelfall – gestellt werden.

Fortbildung
Der örtliche Träger der Jugendhilfe soll sich in angemessener Form anteilig an den nachgewiesenen Aufwendungen für Fortbildungen von Pflegeeltern beteiligen. Dies können z.B. sein: Eigenleistungen bei der Teilnahme an einer Fortbildungsmaßnahme des Fachzentrums für Pflegefamilien des Landes Sachsen- Anhalt, der Stiftung zum Wohl des Pflegekinderwesens, des Deutschen Vereins für private und öffentliche Fürsorge, der Teilnahme am Pflegeelterntag des Landes Sachsen- Anhalt u.a.m..

Erstausstattung bzw. Ausstattungsergänzung
Bei der (erstmaligen) Aufnahme eines Pflegekindes kann der örtliche Träger der Jugendhilfe ja nach Lage des Einzelfalls einen Zuschuss zur Erstausstattung gewähren. Dies kann insbesondere gegeben sein bei Aufnahme eines Kleinkindes oder Säuglings oder bei einem behinderten Pflegekind. Bei letzterem sollten am behinderungsspezifischen Bedarf im Einzelfall ausgerichtete Zuwendungen ausgesprochen werden.

(Weitere) einmalige Beihilfen
Einmalige Beihilfen können gewährt werden z.B. für besondere Anlässe wie Kommunion, Konfirmation, Jugendweihe o.ä., Ferien- bzw. Klassenfahrten, Trauerfälle. Sie können auch zur Unterstützung von besonderen Begabungen, z.B. Anschaffung eines Musikinstruments, zur Unterstützung des Musikunterrichts o.ä. zum Einsatz kommen.

Ähnliches gilt bei einem besonderen Bedarf des Pflegekindes, z.B. bei schulischer Nachhilfe. Die Gewährung von damit verbundenen Mehraufwendungen sowie die Höhe dieser sollten sich nach dem jeweiligen Einzelfall richten. Sie liegen im Ermessen des örtlichen Trägers der Jugendhilfe.

6. Taschengeld

Das Taschengeld ist Eigentum des Kindes und muss ihm von den Pflegeeltern in altersangemessener Form übergeben werden. Die Höhe richtet sich nach den allgemeinen Taschengeldregelungen im Land Sachsen- Anhalt. Das Taschengeld ist im Grundbetrag enthalten.