Das Hilfeplangespräch zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Erwartungen und Hoffnungen

Mit der Einführung des Hilfeplangespräches verbanden sich verschiedene Hoffnungen auf dem Hintergrund je unterschiedlicher Kritik an der bisherigen Erziehungshilfepraxis:

  1. Die »Methoden-Fraktion« (Faltermeier/ Fuchs, 1996; Harnach-Geck, 1996; Petermann/Schmidt, 1995) erwartete sich vor allem eine Verbesserung in der Zielorientierung der Hilfeprozesse sowie eine Optimierung hinsichtlich deren Wirkung (outcome) auf Klienten. Die regelmäßige, gemeinsame Formulierung und Überprüfung von Zielen sollte Professionelle und Klienten dabei anleiten die kostenintensive Ressource »Erziehungshilfe« besser zu nutzen d. h. für alle Beteiligten konkret zu beschreiben, was ihre jeweiligen Aufträge und Aufgaben beinhalten.
  2. Die Jugendhilfe-»politische Fraktion« (Merchel/Schrapper, 1995; ISA, 1994; Späth, 1992 u. 1994) setzte dagegen auf Partizipation der Klienten: d. h. auf die direkte Begegnung zwischen Personen, die Hilfen suchen und solchen, die Hilfen organisieren und die damit verbundene Möglichkeit von Aushandlungsprozessen zwischen beiden Parteien. Der Austausch der unterschiedlichen Positionen, ihre kontroverse Diskussion unter Achtung der Rechte der Adressaten sollte ein Gegengewicht in Bezug auf die Macht der Institutionen/Professionellen schaffen. Die Stimmen der Klienten sollten ein größeres Gewicht erhalten, ihre authentische Formulierung jenseits der Zurichtung durch die Sprache der Professionellen gehört werden (Schwabe, 1996a).

Beide Ansätze sind nachvollziebar; für den Erziehungshilfepraktiker können sich die analytisch trennbaren Ideenstränge auch vermischt darstellen. Gemeinsam ist beiden Positionen zweierlei:

  • erstens die Erfahrung, dass Erziehungshilfen nicht für oder gegen Klienten organisiert, sondern nur gemeinsam mit ihnen entwickelt und gestaltet werden können und
  • zweitens die große Verfahrensgläubigkeit d. h. der Überzeugung, dass fachliche Standards über den Gesetzesweg durchgesetzt und abgesichert werden können.

Ziel dieses Beitrags ist es, die Programmatik des Hilfeplangespräches weiter zu entfalten und mit aus der Grundstruktur erzieherischer Hilfen abgeleiteten Problemkonstellationen zu konfrontieren. Diese sollen nachvollziebar machen, warum es auf dem Hintergrund der Spezifika von Erziehungshilfeprozessen anspruchsvoll bis unmöglich ist, die oben skizzierten Hoffnungen methodisch zuverlässig zu realisieren. Im zweiten Teil dieses Beitrages, der im nächsten Heft erscheinen wird – wird entwickelt, was fachlich machbar ist und was dazu an methodischem Handwerkszeug und organisatorischer Infrastruktur nötig ist. Die Diskussion über Chancen und Grenzen von Hilfeplanung verdient auch deswegen Aufmerksamkeit, weil zumindest in Deutschland ähnliche Verfahren der Hilfeplanung auch im Geltungsbereich des BSHG (Sozialhilfe und Wohnungslosenhilfe, Jacobs, 1996), der Altenhilfe; Wißmann, 1996) und im Bereich der Arbeitsverwaltung ausprobiert werden.

Die Grundkonstellation: Das Erziehungshilfe-Viereck

Für die Erziehungshilfen gilt sowohl aus rechtlicher wie fachlicher Perspektive eine Konstellation, die einem Viereck entspricht:

Leistungsberechtigte in Bezug auf Erziehungshilfen sind die Eltern/Personensorgeberechtigten (eine Ausnahme stellt der § 35a KJHG dar, der »seelisch Behinderten oder von seelischer Behinderung bedrohte« Kinder/Jugendliche als eine Gruppe mit eigenem Leistungsanspruch definiert). Diese stellen einen »Antrag auf Hilfe zur Erziehung«, die je nachdem im eigenen Haushalt stattfindet (Sozialpädagogische Familienhilfe, § 31 SGB VIII) oder für das Kind/den Jugendlichen in Form ambulanter (z. B. Soziale Gruppenarbeit, Tagesgruppe etc.) oder stationärer Betreuung (Wohngruppen über Tag und Nacht etc.) organisiert wird. Da nur ein sehr kleiner Teil der Erziehungshilfen (unter 10 Prozent, vgl. Bürger 1998) im Familienhaushalt geleistet werden, bedeutet das, dass in der überwiegenden Mehrheit aller Fälle Eltern Erziehungshilfen beschließen, die an bzw. mit ihren Kindern ausgeführt werden. Zwar sollen die Eltern bei allen Erziehungshilfen aktiv miteinbezogen werden, tatsächlich betrifft die Erziehungshilfe aber in erster Linie die Kinder und Jugendlichen, die deswegen als **»unmittelbare Adressaten« bzw. »Nutzer«** bezeichnet werden. Weil sich Leistungsberechtigte (Eltern) und unmittelbare Adressaten (Kinder/Jugendliche) in Bezug auf relevante Fragen bezüglich der Erziehungshilfe (ob, in welcher Form, wo, wie lange etc.) häufig nicht einig sind, ergibt sich die groteske Situation, dass Erziehungshilfen für Eltern aber gegen den Willen der Kinder bzw. umgekehrt durchgeführt werden.

Die Jugendämter prüfen, ob dem Antrag auf »Hilfe zur Erziehung« stattgegeben wird, beraten die Eltern (meistens bereits im Vorfeld der Antragstellung) über mögliche Formen der Erziehungshilfe und stellen den Kontakt mit Institutionen her, die die gewünschte Erziehungshilfeleistung erbringen können. Dem Jugendamt obliegt, regelmäßig zu prüfen, ob der Erziehungshilfeträger die Erziehungshilfe ordnungsgemäß (beispielsweise im Sinne der vom Träger erstellten Leistungsbeschreibungen) und zur Zufriedenheit der Adressaten erbringt. Insofern dem Erziehungshilfeträger vom Jugendamt die Leistungserbringung delegiert wurde und es vom Jugendamt für seine Leistung bezahlt wird, befindet er sich in Hinsicht auf dieses in einer abhängigen Position. Andererseits ist das Jugendamt darauf angewiesen, dass die leistungserbringende Institution das Jugendamt von sich aus über den laufenden Erziehungshitfeprozess informiert und mit diesem in allen wichtigen Fragen regelmäßig kooperiert. Zwischen Jugendamt und »Erziehungshilfe-Träger« besteht demnach ein wechselseitiges Abhängigkeitsverhältnis, das je nach lokalen Gegebenheiten (Anzahl von Erziehungshilfeträgern) bald mehr von der einen oder anderen Seite dominiert wird.

Die in der Skizze dargestellte Grundkonstellation wirft für das Hilfeplangespräch eine Reihe von Problemen auf. Die Spannungsfelder sind dabei struktureller Art d. h. sie liegen in der »Sache selbst« und sind mit Hilfe methodischer Mittel bestenfalls fall- und situationsweise aufzulösen, bleiben aber als Unsicherheitszonen und Quellen von Störungen und Misserfolgen immer virulent (vgl. Schwabe, 1996a und b). Misslingt ein Hilfeplangespräch, und dies ist in unterschiedlichen Graden täglich der Fall, so ist immer zugleich auf die »strukturellen Spannungsfelder« zu rekurrieren wie auf fehlerhaft oder unvollständig zur Anwendung gekommene Methodik. Die Darstellung folgt dem Schema »Programmatik des Hilfeplangesprächs«, »Strukturelles Spannungsfeld«, »Beispiel« und »Fazit«.

Spannungsfelder

Einladung zum vertrauensvollen Dialog bei prinzipieller Aufkündbarkeit

Programmatik: Von Seiten der Professionellen (Jugendamt und Freier Träger) wird das Hilfeplangespräch als Einladung zu einem offenen, vertrauensvollen Dialog angesehen, in den jeder Teilnehmer alle für ihn wichtigen Gedanken und Beobachtungen einbringen kann und sich alle Beteiligten ebenbürtig begegnen können (AFET, 1993; Faltermeier/Fuchs, 1996; Späth, 1994). Unterschiedliche Interessen sollen in fairer Weise miteinander ausgehandelt werden ohne, dass der Einsatz von oder die Drohung mit Machtmitteln die Entwicklung des Dialoges ernsthaft behindern oder beenden dürfen (Späth, 1992 u. 1994). Zweifellos stellt diese Idee eine Utopie dar, auf die hin sich viele Gesprächssituationen (nicht nur das Hilfeplangespräch) tatsächlich orientieren.

Strukturelle Spannung: Aber diese Utopie wird zur Ideologie, wenn sie auf Realsituationen, hier das Hilfeplangespräch übertragen wird, die zumindest teilweise in die Kontexte von Macht und Kontrolle verstrickt sind. Genau dies ist sowohl bei den Öffentlichen und Freien Trägern der Erziehungshilfen der Fall: Sie bieten Hilfe, Beratung und Unterstützung an, können aber auch Forderungen stellen, Druck ausüben (entweder intensivere Mitarbeit der Klienten oder Beendigung der Hilfe) und sind (insbesondere im Rahmen hoheitsstaatlicher Aufgaben) mit Eingriffsmöglichkeiten ausgestattet. In der deutschen Sozialarbeits-Literatur spricht man deshalb vom »doppelten Mandat« und meint damit, dass im Kontext Sozialer Arbeit »Hilfe im Schatten von Kontrolle« (Peters, 1985) stattfindet. Wie relevant diese theoretische Einsicht für das Hilfeplangespräch ist mag folgende Episode belegen:

Beispiel: Im Hilfeplangespräch thematisieren die Pädagoginnen der Tagesgruppe die seit drei Monaten wahrgenommene erhöhte Aggressivität und Reizbarkeit eines Brüderpaares (7 und 11 Jahre). Mit ihrem Verhalten konfrontiert berichteten die beiden jungen noch vor dem Hilfeplangespräch, dass sie wiederholt Zeugen von gewalttätig eskalierenden Streitigkeiten ihrer unter Alkoholeinfluss stehenden Eltern geworden sind. Während des Hilfeplangesprächs gerieten die Brüder in eine emotional brisante Klemme, da die Eltern zunächst alle Gewaltvorfälle leugneten. Eine Zeitlang sah es so aus, als ob die Kinder gelogen hätten. Erst als man sie für eine Weile hinausgeschickt hatte,. die Angst der Eltern vor Eingriffen des Jugendamtes in die Familiensituation thematisiert (Kinder müssen ins Heim) und eine Garantie gegeben hatte, zunächst gemeinsam nach einer für alle akzeptablen Lösung zu suchen, war es den Eltern möglich ihre gewalttätigen Ehekonflikte zuzugeben. Gemeinsam wurde darauf mit den Kindern ein Notfallplan entwickelt und aufgeschrieben wie sie sich zu ihrem eigenen Schutz in Konflikteskalationen zu verhalten hätten (Verlassen der Wohnung, Anruf bei einer Tante etc.). Die Situation konnte damit für alle Seiten befriedigend gelöst werden. Deutlich war aber auch, dass eine »ängstlichere« (vorsichtigere?) Mitarbeiterin des Jugendamtes aus der von den Kindern geschilderten Situation die Notwendigkeit stärker eingriffsorientierter Interventionen zum Schutz der Kinder hätte ableiten können bzw., dass solche Eingriffe (zeitweise Herausnahme der Kinder aus der Familie) sich in der Zukunft bei einer weiteren Zuspitzung der elterlichen Konflikte ergeben könnten.

Fazit:

So wichtig für die weitere Hilfeplanung ein offener und vertrauensvoller Austausch ist, so wenig darf vergessen werden, dass sich dieser in einem öffentlich-rechtlichen Rahmen abspielt, der den Klienten aus guten Gründen Vorsicht und Zurückhaltung auflegt. Statt diesen Umstand zu kaschieren oder mit Mitteln der Gesprächsführung zu unterlaufen, ist es Pflicht der Professionellen ihre Berufsrolle transparent zu halten und auf den Unterschied des Hilfeplangespräches zu face-to-face-Kommunikationen in der Lebenswelt hinzuweisen.

Adressatenorientierung und Konsenssuche unter der Bedingung innerfamiliärer Machtkämpfe

Programmatik: Das Hilfeplangespräch soll zu einer Hilfe führen bzw. einen Hilfeprozess fortsetzen mit dessen Art, Umfang und personellen Realisierung möglichst alle Beteiligten einverstanden sind bzw. die sie selbst bezüglich des von ihnen definierten Problems als sinnvoll erachten und deswegen akzeptieren können (ISA 1994; Merchel/Schrapper, 1995).

Stukturelles Spannungsfeld: Eine gemeinsame Problemdefinition und eine daraus abgeleitete, von allen begrüßte Hilfeform ist nach meiner Erfahrung bei ca. 50 Prozent aller Erziehungshilfen zumindest anfangs nicht gegeben: Je jünger Kinder sind, um so stärker sind sie, was die Ausgestaltung der Erziehungshilfe betrifft, dem elterlichen Willen ausgeliefert; je älter Jugendliche sind, um so häufiger gelingt es ihnen ihren eigenen Willen gegen den der Eltern durchzusetzen. Bei Kindern stoßen für sie einschneidende Hilfesettings wie Heimunterbringung, meistens nicht auf Zustimmung; bei den Eltern dagegen vermeintlich »lockere« d. h. scheinbar permissive Betreuungsformen wie Betreutes Jugendwohnen (nach § 34) oder Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung (nach §35). In beiden Fällen stellt der nicht herstellbare Konsens über die Hilfe und die Unfreiwilligkeit, mit der eine Seite nachgeben und sich in die Entscheidung der anderen fügen muss, das Ergebnis und die Verlängerung eines chronifizierten Machtkampfes zwischen Eltern und Kind dar.

Beispiel: In einer neu zusammengesetzten Familie verweigerte der zwölfjährige Sohn des Mannes jeden Gehorsam gegenüber der neuen Mutter, da er der leiblichen (völlig abgewerteten) Mutter (die Alkoholikerin war und inzwischen auf der Straße lebte) »die Treue hielt«. Der Machtkampf zwischen ihm und seinen Eltern, die immer groteskere Unterwerfungsrituale verlangten, denen er mit immer drastischeren Verweigerungen begegnete eskalierte trotz eingeleiteter Familientherapie. Die Eltern formulierten an die Heimgruppe ganz klar einen Disziplinierungsauftrag »Sorgt dafür, dass sich unser junge wieder normal verhält, d. h. sich wäscht, zur Schule geht etc.«. Der Junge wollte auf keinen Fall in eine Heimgruppe, da er u.a. an diesem Ort nicht mehr länger der »Stachel im Fleisch seiner Eltern« sein konnte. Da die Situation zu Hause aber letztlich für alle unerträglich war, blieb den Professionellen nichts anderes übrig als dem Jungen das Setting Heim vorzuschreiben, ihm aber (zunächst gegen den Widerstand der Eltern) die Auswahlmöglichkeit in Bezug auf den Ort und die Art der Heimgruppe zu ermöglichen.

Fazit:

*Methodisch stellen solche ungünstigen Anfangssituationen das »tägliche Brot« des Sozialpädagogen dar,- genau durch solche Kampfsituationen bezüglich der Problemdefinition und Auftragslage hat er sich »hindurchzuwursteln« und unter Einsatz all seiner Kreativität darüber nachzudenken, wie sich der Zwölfjährige bei Anerkennung seiner Unfreiwilligkeit mit der Zeit doch im Heim wohlfühlen und diesen Ort als Chance für sich begreifen kann. Klar ist allerdings auch, dass derart belastete Hilfeprozesse auch mit noch so hohem methodischen Aufwand nicht zur Zufriedenheit aller Beteiligten verlaufen können, sondern gerade von den Adressaten der Hilfe u. U, auf Dauer bzw immer wieder konflikt- und krisenhaft erlebt werden. Wichtig scheint mir an solchen Beispielen, dass wir anerkennen, welche Zumutung das Konzept »Aushandlung« bzw. »gemeinsame Hilfeplanung« für viele Betroffene darstellt: Es verlangt von ihnen, dass sie von Strategien wie »sich-BedecktHalten«, »Koalitionenbildung«, »Agieren«, »Drohen«, » Wunsch nach einseitiger Durchsetzung von Ansprüchen«, »Verweigerung aus Rache« etc. Abstand nehmen. Genau diese Strategien schienen ihnen aber bis gestern die einzig erfolgversprechenden. Sich zusammensetzen und reden ist für viele Klienten zunächst gleichbedeutend mit »über den Tisch gezogen werden«, vor allem angesichts von Professionellen, die ihnen verbal haushoch überlegen sind und sich mit verbaler Konfliktschlichtung offensichtlich sicher und wohl fühlen. Insofern ist die Forderung nach Zurücknahme von Machtstrategien richtig und wichtig. Zugleich müssen Professionelle einsehen, dass diese Art der verbalen und gleichberechtigten Auseinandersetzung erst mühsam eingeübt werden müssen. Hier muss man aufpassen, dass das Hilfeplangespräch nicht zu einer strukturellen Oberforderung gerät..*

Auftragsorientierung bei unvollständiger Kommunikation

Programmatik: Das Hilfeplangespräch soll sich adressatenorientiert vollziehen d. h. Aufträge und Wünsche der Klienten an das Hilfesystem bzw. die Helfer sollen erfragt und wo unklar gemeinsam entwickelt werden (Deutscher Verein, 1994; Merchel/Schrappen 1995; Schimke, 1994). Dabei erweisen die Vertreter der freien und öffentlichen Jugendhilfe ihre Professionalität eher in der Zurückhaltung von eigenen Hilfe-Ideen, sollen nicht »vorschnell« verstehen, dem Klienten die Möglichkeit geben seine Vorstellung von adäquater Hilfe herauszufinden (vgl. De Jong/Kim Berg, 1996; Merchel/Schrappen 1995).

Strukturelles Spannungsfeld und Beispiele: Zweifellos ist das eine sinnvolle und nützliche Haltung und Herangehensweise, solange sich Ziele und Aufgaben auf verbal geäußerte, explizite und vor allem kommunizierte Aufträge beziehen. Aber wir wissen, dass diese Auftragsformen nicht die einzig relevanten sind und Erfolg bzw. Misserfolg von Erziehungshilfen und Hilfeplangesprächen auch von der Wahrnehmung und Bearbeitung impliziter, verdeckter bzw. geheimer, Aufträge beeinflusst werden (vgl. Schwabe, 1996a). Was ist damit gemeint?

Implizite Aufträge werden zwischen den Sätzen, nonverbal und atmosphärisch vermittelt. Sie lauten beispielsweise von Seiten der Eltern »Kümmert Euch um das Kind, aber sprecht mit uns nicht über unsere Ehe« oder von Seiten des Jugendamtes »Ich bin völlig überlastet, kommt bei diesem schwierigen Fall ja nicht auf die Idee, ich könnte Euch intensiv unterstützen!«.

Geheime bzw. verdeckte Aufträge sind eine Steigerungsform des Unausgesprochenen weil sie in Spannung zu dem offen geäußerten Auftrag stehen. So formulierte ein Paar, mit einem »verhaltensauffälligen« Kind als wichtigsten Auftrag, die häufigen Diebstähle ihres Kindes und deren unliebsamen Folgen zu reduzieren, war aber nach Erfolg der erzieherischen Aktivitäten trotzdem unzufrieden mit den Pädagogen der Heimgruppe und brachte neue Probleme »auf den Tisch« ohne das Verschwinden des »alten« überhaupt zu bemerken oder zu würdigen. Erst im Nachhinein, nach vollzogener Scheidung, wurde deutlich, dass das Paar für sich selbst Zeit und Raum brauchte, um sich zu trennen und das Zusammenleben mit dem Jungen im eigenen Haushalt dabei störte. Insofern lautete der geheime Auftrag »Verwahrt unseren Jungen bis wir unsere Beziehung geklärt haben«. Dieser Auftrag an sich muss nicht problematisch sein, allerdings kommunizieren die Eltern ihn nicht, weil sie wahrscheinlich befürchten, dass ein solcher Auftrag von Seiten der Professionellen zurückgewiesen würde (»wir sind doch keine Kinderbewahranstalt«). Problematisch wird er, weil er einem offen geäußerten Auftrag widerspricht (»wenn das Stehlen aufhört, kann der Junge wieder bei uns zu Hause leben«) und sowohl das Kind als auch die Professionellen in Bezug auf die Frage, wann ihre Arbeit als erfolgreich und abgeschlossen bewertet wird, auf eine falsche Fährte setzt.

Bilaterale Aufträge sind solche, die zwar offen kommuniziert werden, aber nur in Abwesenheit einer Person, die sie betreffen. Ein solcher bilateraler Appell einer Mutter lautet etwa »Mein Mann, damit Sie das mal wissen, der trinkt heftig, und da liegt das eigentliche Problem, wissen Sie. Die Probleme mit dem Jungen täte ich in den Griff bekommen, aber solange mein Mann trinkt ist die Rückkehr des Jungen in die Familie ausgeschlossen. Sie müssten mal mit ihm darüber sprechen, auf mich hört er nämlich gar nicht«. Was als vertrauensvolle Mitteilung daherkommt, bringt den Sozialarbeiter in eine knifflige Lage: Übergeht er den Auftrag der Mutter, fühlt diese sich im Stich gelassen. Erfüllt er ihn und spricht mit dem Mann wird dieser aller Voraussicht nach »dichtmachen« und sich darin bestätigt sehen, dass alle Sozialarbeiter »Schnüffler« sind d. h. sich ohne Erlaubnis bzw. Auftrag in sein »Privatleben« mischen bzw. von seiner Frau dazu instrumentalisiert werden, ihn »erziehen« zu wollen. So hätte er den Vater als einen wichtigen Kooperationspartner in Bezug auf das pädagogische Projekt mit dem Jungen verloren. Der harmlose bilaterale Auftrag lässt ihn also in eine Situation geraten, in der er, was er auch tut, einen Fehler macht. Bilaterale Aufträge werden aber genauso häufig auch unter Professionellen ausgetauscht, so z. B. wenn das Jugendamt dem Betreuer unter vier Augen Details über den jugendlichen mitteilt (z. B. Drogenkonsum) und daraus Aufträge ableitet, ohne dass diese »expressis verbis« vor dem jugendlichen thematisiert wurden. So wird der Betreuer zum verlängerten Arm des Jugendamtes gemacht, ohne dass der Jugendliche mitverfolgen kann wie und warum das geschieht.

Nicht verbalisierungsfähige, „agierte“ Aufträge sind solche Verhaltensweisen, die einen starken Appellcharakter besitzen und/ oder rätselhaft erscheinen. Was sagt z. B. ein Siebenjähriger aus, der bei jedem Treffen der Sozialen Gruppenarbeit den Abschied mit den Betreuern solange wie irgend möglich hinausschiebt; beispielsweise dadurch, dass er kurz vor Ende der Gruppenstunde das Spielzimmer verwüstet, weil er weiß, dass die Betreuer darauf bestehen, dass er es wieder aufräumt. Zögert er den Abschied mit sympathischen Personen hinaus, will er die Betreuer, die er ansonsten mit den anderen Gruppenmitgliedern teilen muss, eine Weile für sich alleine »genießen«? Oder drohen ihm zu Hause ernste Gefahren und zögert er das Nachhausekommen hinaus, wobei die Art und Weise, in der es tut, die häuslichen Gefahren symbolisiert? Klar ist, dass wir uns im Felde von analoger oder symbolischer Kommunikation in einem Raum bewegen, in dem jede Äußerung mehrdeutig und interpretationsbedürftig ist.

Fazit:

*Als Adept der Hilfeplanphilosophie muss man aufpassen, dass man bei aller richtigen Zuschreibung von Mündigkeit und Kompetenz bei den Klienten, diese nicht idealisiert und sich der rationalistischen Ausblendung von unbewussten oder nicht versprachlichten Auftragslagen schuldig macht. So wenig der Sozialarbeiter ein »Schnüffler« sein soll, der überall das Schlimmste vermutet, so sehr muss er als Fachmann auch Detektiv bleiben, der sich nicht hinters Licht führen lässt und geduldig nach Beweisen für seine Hypothesen sucht. Das Konzept der „stellvertretenden Deutung“ (Dewe, 1989) mit allen seinen missbräuchlichen Anwendungsmöglichkeiten bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil professioneller Sozialarbeit.*

Kontraktformulierung unter Bedingungen eingeschränkter Verbindlichkeit

Programmatik: Die im Hilfeplangespräch ausgehandelten Ziele, zu deren Erreichung die Erledigung vieler, kleiner, möglichst konkreter Aufgaben notwendig sind, sollen bis zum nächsten Hilfeplangespräch für alle Teilnehmer verbindlich sein (Deutscher Verein, 1994; Harnach-Geck, 1996; Maus, 1996; Späth, 1994). Deswegen werden sie verschriftlicht und jedem Teilnehmer zur Unterschrift zugesandt bzw. vorgelegt. Jeder Teilnehmer erhält ein Exemplar des ausgefüllten Hilfeplanformulars aus dem er Rechte, (Selbst-)Verpflichtungen und Absprachen ersehen kann (Deutscher Verein, 1994; Schwabe, 1992).

Strukturelles Spannungsfeld und Beispiele: Typisch für Hilfeplangespräche sind bald auf sie folgende Enttäuschungen: Natürlich sind Wortbrüche häufig die Quittung für Hilfeplangespräche, die an den Betroffenen vorbeigingen, sie nicht berührt haben, in denen sie auf Grund von realem Druck etwas sozial Erwünschtes formuliert haben, dass sie schon beim Aussprechen als unverbindlich ansahen etc. Aber seltsamerweise ist das auch bei Gesprächen der Fall, die äußerst anregend und dynamisch verliefen.

Eine gute Erklärung für solche Unzuverlässigkeiten bietet die Systemtheorie (Luhmann, 1990; Willke, 1996): Folgt man ihr so bildet sich im Hilfeplangespräch ein neues, eigenes Kommunikationssystem, das eine spezifische Atmosphäre und Dynamik entfaltet. Keiner weiß vorher ganz genau, was er in diesem Gespräch sagen wird. Es wird immer zugleich mehr und weniger sein als er in seinem Bewusstsein, präsent hält bzw. gehalten hat: Mehr, weil er (auch) im Verlauf des Hilfeplangespräches Dinge sagt, die für ihn selbst neu bzw. unerwartet sind; weniger, weil er nicht alles sagen kann, was er denkt, sondern notwendigerweise auswählt oder (nicht notwendigerweise) einiges zurückhält oder verschweigt. Diese Struktur gilt für alle Wechsel von einem Kommunikationssystem in ein anderes. Die unterschiedlichen Kommunikationssysteme spezifizieren den Jugendlichen auf eine je andere Art und Weise. Er ist in ihnen zugleich derselbe wie ein anderer. Jedes System besitzt emergenten Charakter d. h. bringt Kommunikationen hervor, die nicht voraussehbar und planbar sind. Das wird solange als Bereicherung oder Ergänzung erlebt wie die Inhalte und Werte in den unterschiedlichen Kommunikationssystemen entweder überwiegend ähnlich sind oder klar getrennte Welten darstellen, so dass das Eine im Anderen nicht thematisiert zu werden braucht und man deshalb ein Doppelleben ohne Konsequenzen führen kann.

Für die meisten Personen denen wir in Erziehungshilfen begegnen ist dies allerdings nicht der Fall. Sie sind von sehr unterschiedlichen Subsystemen ihrer Lebenswelt abhängig und möchten es deswegen deren unterschiedlichen Protagonisten (zumindest immer wieder auch) recht machen. Konkret: Im Hilfeplangespräch, angesichts zugewandter und motivierender Erwachsener glaubte der Jugendliche wirklich, dass er ab morgen wieder regelmäßig in die Schule gehen würde und hielt die Unterstützungen seitens seines Betreuers bzw. seiner Eltern tatsächlich für effizient. Kaum zurückgekehrt in seine Peergroup-Clique entdeckt er ganz andere Inhalte für bedeutsam (»Wie komme ich möglichst schnell an die neue CD von XY heran«), erlebt angesichts anderer Zielsetzungen seine Zusage zum Schulbesuch als unerklärlich und peinlich (»wie konnte ich nur so eine Scheiße labern?«) und empfindet sie zudem als »abgepresst«, weil er die vermeintlichen Unterstützungsformen nachträglich als Kontrollen entlarvt, die ihn klein und ohnmächtig halten sollen. Dieselben Kommunikationsbrüche lassen sich auch bei den Professionellen antreffen. Der Gruppenmitarbeiter ist im »Eifer des Gefechts« bereit dem Jugendlichen Unterstützungen zuzusagen, die er bei nüchterner Betrachtung seines Terminkalenders, mit bestem Willen nicht aufrecht erhalten kann. Der Jugendamtsmitarbeiter, der in der Dynamik des Hilfeplangespräches die Idee einer Reittherapie mitentwickelt und deren Finanzierung in Aussicht gestellt hat, ist wenig später Angehöriger des Kommunikationssystems »Gesamtteam« in dem die Fälle und jeweiligen Leistungen auch in Anwesenheit des Vorgesetzten bzw. der wirtschaftlichen Jugendhilfe besprochen werden müssen. In diesem Gremium sieht er sich Argumenten ausgesetzt, die er im Hilfeplangespräch nicht bedacht hatte und erkennt nachträglich, dass seine Zusage zur Reittherapie vorschnell und nicht ausreichend begründet war.

Fazit

*Natürlich kann man diesen Brüchen zwischen den Kommunikationssystemen ein Stück weit methodisch entgegenarbeiten beispielsweise dadurch, dass man die unterschiedlichen Kommunikationssysteme der einzelnen Teilnehmer am Hilfeplangespräch analysiert und relevante Vertreter anderer Systeme mit ins Hilfeplangespräch einlädt (z.B. einen Jugendlichen aus der Clique, mit dem sich der Jugendliche beraten kann, bevor er z.B. dem Schulbesuch als von ihm akzeptierten Ziel zustimmt) oder dadurch, dass man jedem Teilnehmer nach dem Gespräch Zeit einräumt die von ihm in Aussicht gestellten bzw. abgeforderten Leistungen noch einmal kritisch zu überprüfen, ob sie auch tatsächlich leistbar sind. Aber so sinnvoll diese methodischen Hilfsmittel auch im Einzelfall sind, das Hilfeplangespräch bleibt in Bezug auf die Teilnehmer eine „schmale“ Schnittfläche segmentierter Lebensfeldern und hochgradig differenzierter, entkoppelter Kommunikationssysteme (sehr typisch für moderne Gesellschaften) und damit eine »wackelige« Basis für dauerhafte Bündnisse und langfristig verbindliche Absprachen. Das methodische Dilemma bleibt unauflöslich: je engagierter ein Hilfeplangespräch verläuft, um so mehr Emergenz, desto mehr Bewegung in den Köpfen und Herzen der Teilnehmer. Um so höher aber auch die Gefahr, dass bei Auflösung des Kommunikationssystems und (Wieder-)Eintritt in andere Systeme die Inhalte »plötzlich« bedeutungslos werden. Hilfeplangespräche deswegen nüchterner oder weniger dynamisch zu gestalten, geht deswegen aber nicht.*

Perspektiven

Wie wir gesehen haben ist das Hilfeplangespräch ein Verfahren, das sich in vielfach »vermintes Terrain« begibt. Angesichts der vielen oftmals unvorhersehbaren Komplikationen wird man zu Recht glauben, dass ein Hilfeplangespräch bei unsachgemäßer Durchführung große Verwirrung und beträchtlichen Schaden anrichten kann.

Vielleicht wird mancher Leser an dieser Stelle schon resigniert und das Hilfeplangespräch als ein unmögliches, bzw. zum Scheitern verurteiltes Unterfangen abgeschrieben haben. Aber ich halte es gerade aus didaktischen Gründen für wichtig zuerst die Schwierigkeiten einer Aufgabe realistisch in den Blick zu nehmen, um danach zu sehen, was trotzdem möglich und machbar ist. Der umgekehrte Weg (naiver Glaube an die Umsetzbarkeit einer wohlklingenden Programmatik) hat mich allzu oft in Enttäuschung und zu Selbstabwertung geführt. Angesichts der beschriebenen Schwierigkeiten halte ich die Einführung des Verfahrens »Hilfeplangespräch« nur mit einer mit ihm einhergehenden Qualifizierung der Mitarbeiterinnen der Freien und Öffentlichen Jugendhilfe für sinnvoll und vertretbar. Diese sollte gemeinsam (d. h. jeweils mit Vertretern des Jugendamtes und der Erziehungshilfen d. h. Mitarbeitern aus Heimen, Tagesgruppen, ISE etc.) und möglichst in lokalen bzw. regionalen Kontexten erfolgen, so dass die Möglichkeit besteht das gemeinsam Entwickelte auch für gemeinsam durchgeführte Gespräche zu verwenden. Meines Wissens haben solche Qualifizierungsprozesse in Deutschland nur vereinzelt und überwiegend in getrennten Gruppen und überregionalen Fortbildungen stattgefunden.

Literatur

AFET e. V., Hilfeplan. Neue Impulse für die Beteiligung, Zusammenarbeit und Orientierung. In: AFET Neue Schriftenreihe, 48/1993. Bürger, Ambulante Erziehungshilfen und Heimerziehung, 1998.

De Jong/Kim Berg, Lösungen (er-)finden, 1996.

Dewe, Über den Zusammenhang von Handlungspraxis und Wissensstrukturen in der öffentlichen Sozialarbeit. In: np 1989, S.127-149.

Deutscher Verein, Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Hilfeplangestaltung nach § 36 KJHG. Vorbereitung und Erstellung des Hilfeplans. In: NDV, 74/1994, 5.317-326.

Faltermeier/Fuchs, Hilfeplanung konkret, Deutscher Verein 1996, S. 97-122.

Harnach-Beck, Psychosoziale Diagnostik in der Jugendhilfe – Grundlagen und Methoden für den Hilfeplan, Bericht und Stellungnahme. In: Soziale Dienste und Verwaltung, 2. Aufl.

ISA (Hrsg.), Hilfeplanung und Betroffenenbeteiligung, 1994, S.44-63.

Jacobs, Hilfe ist möglich – Hilfeplanung als neuer Ansatz in der Sozialhilfe. In: Blätter der freien Wohlfahrtspflege, 6/1996, 5.164-167.

Luhmann, Soziologische Aufklärung V: Konstruktivistische Perspektiven, 1990.

Maas, Der Hilfeplan nach § 36 und das jugendhilferechtliche Verwaltungsverfahren. In: Zentralblatt für Jugendrecht, 83/1996, 5.113-156.

Merchel, Von der psychosozialen Diagnose zur Hilfeplanung. In: ISA/Institut für soziale Arbeit (Hrsg.), Hilfeplanung und Betroffenenbeteiligung, 1994, S. 44-63.

Merchel, Sozialverwaltung oder Wohlfahrtsverband als »kundenorientiertes Unternehmen«: ein tragfähiges, zukunftsorientiertes Leitbild? In: np 4/1995, 5.325-340.

Merchel/Schrapper, Hilfeplanung gemäß § 36 KJHG als fachliche und organisatorische Herausforderung an das Jugendamt. In: NDV, 4/1995, S.151 -156.

Petermann/Schmidt, Der Hilfeplan nach § 36 KJHG, 1995.

Schimke, Der Hilfeplan als Teil eines rechtsstaatlichen Entscheidungsprozesses. In: Institut für Soziale Arbeit e.V. (Hrsg.), Hilfeplanung und Betroffenenbeteiligung, 1994, S.26-43.

Schwabe, Geist(er) und Buchstaben – Erste Erfahrungen mit dem Hilfeplan (nach § 36 KJHG) aus der Sicht eines Heimleiters. In: Evangelische Jugendhilfe, 5/1992, S. 5 ff.

Schwabe, Das Hilfeplangespräch nach § 36 KIHG: eine »bescheidene Übung« zwischen ideologischer Überfrachtung und strukturellen Widersprüchen. In: Forum Erziehungshilfe, 4/1996a, S.164-172.

Schwabe, Wer sind unsere Kunden? Wie definieren sich unsere Aufträge? Worin bestehen unsere Leistungen? Wie die Dienstleistungs-Metapher der Jugendhilfe zu neuen Einsichten verhelfen kann. In: Widersprüche 59/1996b, S.11 -29.

Späth, Der Hilfeplan im Spannungsfeld zwischen Bevormundung und Einbeziehung von Kindern, Jugendlichen und Eltern. In: Unsere Jugend 4/1992, S.149ff.

Späth, Hilfeplan als Instrument einer modernen Jugendhilfe. In: Sozialpädagogik 2/1994

Willke, Systemtheorie 1: Interventionstheorie, 1996.

Wißmann, Unterstützung darf nicht entmündigen – Einzelfallbezogene Unterstützungspläne für ältere Menschen. In: Blätter der freien Wohlfahrtspflege, 5/1996, 5.122-124.

Prof. Dr. Mathias Schwabe, Evangelische Fachhochschule Berlin, Ringstr. 41, 12205 Berlin

aus: jugendhilfe 38 (4), S.195-204 (Homepage der Zeitschrift jugendhilfe)

mit freundlicher Genehmigung des Hermann-Luchterhand-Verlages / Wolters Kluwer Deutschland