Zielorientiertes Arbeiten

Im Hilfeplan sind die Ziele einer Erziehungshilfe klar und präzise festzulegen. Im Gespräch machen die einzelnen Beteiligten deutlich, worauf es ihnen im Verlauf der Pflege ankommt. Gemeinsam verabreden sie Maßnahmen, die für die Erreichung eines Zieles konstruktiv sind und definieren gleichzeitig, unter welchen Bedingungen Ziele nicht erreicht sind und welche Konsequenzen dies für einzelne oder alle Beteiligte hat.

Ziele sollten klar und präzise formuliert werden. Gegebenenfalls sind Unterziele festzulegen. Sie müssen für alle Beteiligte insbesondere von Kindern und Herkunftseltern verstanden werden und in einem überschaubarem Zeitraum erfüllbar und kontrollierbar sein. Bei der Zielformulierung kommt es auf die richtige Mischung aus Ehrgeiz und Realismus an. Unrealistische Ziele, die zur Vereinbarung von Maßnahmen führen, die einzelne Beteiligte überfordern, bringen nur Frust.

Maßnahmen sind alle Tätigkeiten, die zur Erreichung der Ziele notwendig sind. Es ist klar zu verabreden, wer im nächsten Hilfeplanzeitraum welche Aufgaben hat. Fristen zur Erledigung der Aufgaben erhöhen die Verbindlichkeit. Als Orientierung dient die Frage: „Wer macht was bis wann?“

Im nächsten Hilfeplangespräch ist zu kontrollieren, ob die Ziele erreicht wurden und ob alle Beteiligten die verabredeten Maßnahmen tatsächlich durchgeführt haben. Ist dies nicht der Fall, sind Konsequenzen zu ziehen.