Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH)

Die Sozialpädagogische Familienhilfe hat die Aufgabe, Familien in ihrem Alltag, dort wo sie lebt und wie sie lebt, in der Art und Weise zu unterstützen und zu begleiten, dass die Familie wieder zu einer selbständigen Lebensführung gelangen kann, die eine gelingende Erziehung der Kinder gewährleistet.

Genau wie in den anderen Arten von Erziehungshilfe, orientiert sich die Arbeit der Familienhelfer/in am individuellen Bedarf und den sich daraus ergebenen notwendigen Leistungen. Wie der Name schon sagt, richtet sich diese Hilfeform direkt an die gesamte Familie und deren Lebensbereiche. Voraussetzung für die Hilfe ist damit die Mitarbeit der einzelnen Familienmitglieder in den unterschiedlichen Aspekten von Alltagserleben, z.B. erzieherische Situationen, gesundheitliche Situationen, Beziehungen zwischen Eltern und Kindern sowie zwischen den Elternteilen aber auch materielle Situationen der Familie, einschließlich der Wohnsituation und nicht zu vergessen, das Verhältnis von Familie und sozialem Umfeld.

Für die Sozialpädagogische Familienhilfe lassen sich folgende Prinzipien bestimmen: Es handelt sich aufgrund der Komplexität der Bezüge um eine längerfristige Hilfe, die über die Versorgung in Notsituationen hinaus geht. Die pädagogische Hilfe findet immer in der familiären Umwelt statt, um im Alltag praktische Lebenshilfe, weniger therapeutische Hilfe zu leisten. Es ist sinnvoll die Betreuung durch eine bestimmte Einzelperson zu gewährleisten, denn für die Familie ist die Anwesenheit einer/ eines Familienhelferin Familienhelfers für 5-20 Stunden die Woche ein tiefgreifender Einschnitt. Durch die Kontinuität der Familienhelfer/in und im Zusammenwirken mit Angeboten aus der Nachbarschaft, soll die soziale Isolation der Familie aufzubrechen versucht werden.

Die Familienhelfer/innen müssen sich mit dieser hohen emotionalen Belastung und der Kontrolle einer Familie von außen intensiv auseinandersetzen. Außerdem müssen sie ihre eigene Rolle in der Familie immer wieder klar stellen, um Parteilichkeiten und Ambivalenzen in der Betreuung aus dem Wege zu gehen.