Pflegeverhältnis

Mit einem Pflegeverhältnis wird das ganze System bezeichnet, in dessen Mittelpunkt das Pflegekind steht. Alle Beteiligten (mindestens Pflegekind, Pflegeeltern, Allgemeiner Sozialer Dienst und Pflegekinderdienst des Jugendamtes, Herkunftseltern) stehen in einer gegenseitigen Beziehung und die Beziehungen und die Ansprüche der Beteiligten machen die komplexe Struktur eines Pflegeverhältnisses aus (vgl. Rechtsbeziehungen, Zusammenarbeit).

Das System ist um alle Beteiligten zu erweitern, die eine Rolle spielen, wie Verwandte, Freunde, Lehrer, Erzieher, Richter, etc.

Neben der Beziehungsstruktur ist ein Pflegeverhältnis auch durch seinen zeitlichen Verlauf gekennzeichnet. Nach der Auswahl der Pflegeeltern und der Feststellung des erzieherischen Bedarfs des Kindes als Vollzeitpflege, steht der Vermittlungsprozess. Haben sich Pflegeeltern, Pflegekind, Jugendamt und ggf. Herkunftsfamilie entschieden, steht der Anbahnungsphase nichts mehr im Wege.

Nachdem sich die Beteiligten füreinander entschieden haben, beginnt die eigentliche Pflege und die Integration des Kindes in die Pflegefamilie, immer unter Beachtung der Perspektive des Kindes.

Ein Pflegeverhältnis endet dann, wenn ein Pflegekind in die Selbständigkeit entlassen wird, eine Rückführung in die Herkunftsfamilie stattfand oder eine andere geeignete Betreuung außerhalb der Pflegefamilie gefunden wurde.

Während der gesamten Dauer eines Pflegeverhältnisses haben Pflegeeltern das Recht auf „Begleitung, Beratung und Unterstützung (§ 37 KJHG)“:../beratung.