Krankenhausaufenthalt

Krankenhausaufenthalte sind, egal wie lang sie sein mögen, immer mit einem Trennungserleben von Kindern und Eltern verbunden. Je nach Alter, Entwicklungsstand und den erfahrenen Bindungen fällt es Kindern und Eltern schwer die Krankenhausaufenthalte zu verkraften. Sie lösen Ängste und Verunsicherungen aus.

Für Pflegekinder kann diese Zeit als besonders schmerzlich erfahren werden, denn es können Erinnerungen an die Trennung von ihren leiblichen Eltern wieder erlebt werden, die wiederum massiv Trennungsängste zur Folge haben können. Es gibt sicherlich Pflegekinder, die mit dieser Tatsache gut umgehen können, was aber nicht in jedem Fall heißt, dass sie sich in dieser Situation wohlfühlen. Die Psyche des Kindes kann auch versuchen diese negative Gefühle zu verdrängen oder der Krankenhausaufenthalt kann vom Kind in die Kette traumatischer Erfahrungen eingereiht werden.

Aus diesem Grunde ist eine, je nach Kind unterschiedliche, intensive Vorbereitung und Begleitung für die Dauer des Krankenhausaufenthaltes notwendig, um Enttäuschungen und das Gefühl von Ver-lassenwerden auffangen zu können. Es ist wichtig, das vielleicht mühselig erwobene Vertrauen des Kindes in die Pflegeeltern und den Aufbau von Bindungen nicht aufs Spiel zu setzten oder zu zerstören.

Für Pflegekinder kann es sehr wichtig sein, bei Untersuchungen und kleineren Eingriffen begleitet zu werden. Auch das Dasein in der Nacht kann Pflegekindern viel bedeuten. Pflegeeltern sollten die Möglichkeiten der Begleitung im jeweiligen Krankenhaus abfragen. In der Regel übernehmen die Krankenkassen die anfallenden Kosten, wenn zuvor die medizinisch/ psychologische Notwendigkeit attestiert ist. Wenn nicht könnte auch das Jugendamt Rahmen einmaliger Beihilfen nach § 39 KJHG Kosten übernehmen. Auch hier ist die für die Entwicklung des Kindes wichtige Beziehungspflege die Begründung.