Identität

Identität ist die innere (geistig-leiblich-seelische) Einheit der Persönlichkeit. Sie ist die Antwort auf Fragen wie: Wer bin ich? Was gehört zu mir? Was macht mich als Persönlichkeit aus und unterscheidet mich von anderen? Beim Einzelnen beginnt es mit der ersten Unterscheidung zwischen dem „inneren“ und „äußeren“ Selbst mit etwa sechs Monaten. Die Schaffung der Vorstellung eines Selbstbewusstseins (ich bin mir meines Selbst bewusst) ist entscheidend für eine gesunde Entwicklung.

Wo diese Entwicklung durch Ereignisse und unangemessene Reaktionen von wichtigen Personen (Eltern) gestört wird, können im Laufe des Lebens schwere Probleme auftreten. Wer sich seiner selbst nicht bewusst ist, tut sich in der Regel schwerer, den Kontakt mit anderen aufzunehemen (vgl. Bindungsqualität) oder seine Umwelt zu erkunden. So können Probleme mit der eigenen Identität zu Entwicklungsverzögerungen führen.

Da ein Verständnis des „Selbst“ für Kinder schwierig ist, die von ihren Wurzeln getrennt und ohne eine klare Perspektive sind, hilft es diesen Kindern, die Vergangenheit aufzuarbeiten, um so ihre Identität, das was zu ihnen und ihrer Geschichte gehört, herauszufinden. Insbesondere während der Pubertät wollen Jugendliche klären, wer sie eigentlich sind.

Bei dieser Arbeit an der Biografie wird es einfacher, wenn man die leichter erklärbaren Teile zunächst bearbeitet (also das, was in der Vergangenheit nicht zu schlimm war, oder aber auch das, das man weiß und nicht erst recherchieren muss) und sie altersgemäß offen mit dem Kind bespricht.