Hilfeplan, Beteiligte

Am Hilfeplan sind der Sorgeberechtigte, das Kind oder der Jugendliche und die Pflegeeltern zu beteiligen (§ 36 II S. 2 & 3 SGB VIII). Der Hilfeplan wird vom Jugendamt gemeinsam mit allen Beteiligten erstellt.

Die Beteiligung des Personensorgeberechtigten am Hilfeplan ist allein schon deshalb ein „Muss“, weil seine Zustimmung für jede Änderung oder Weitergewährung der Hilfe notwendig ist (vgl. Antragsrecht).

Das Kind ist entsprechend seiner Reife am Hilfeplan zu beteiligen. Dies entspricht seiner Stellung als Handelnder im Hilfeprozess. Es ist eben nicht nur Objekt der Hilfe, auch wenn die Hilfe dem Sorgeberechtigten bewilligt wird, sondern aktiver Teil der Hilfe mit eigenen Beteiligungsrechten. Dennoch muss bei einzelnen Punkten im Hilfeplangespräch sorgfältig abgewogen werden, ob und in welcher Form das Kind beteiligt werden soll.

Neben Jugendamt, Kind, Pflegeeltern und Sorgeberechtigtem können auch andere Personen am Hilfeplan beteiligt werden, soweit dies der Sache dienlich ist. Als weitere Beteiligte kommen u.a. Ärzte, Lehrer, Psychologen oder Geschwister in Betracht. Diese Beteiligten sollten jedoch nur zu bestimmten Punkten des Hilfeplangesprächs geladen werden.

Grundsätzlich gilt, dass am Gespräch so viel wie nötig und so wenig wie möglich Personen teilnehmen sollten.