Erziehungsbeistandschaft

Ein Erziehungsbeistand hat im Rahmen der Hilfe zur Erziehung laut § 30 KJHG vor allem die Aufgabe, einem Kind oder Jugendlichen bei der Bewältigung von Entwicklungsschwierigkeiten und krisenhaften Alltagssituationen zu unterstützen.

Die Aufgabe des Erziehungsbeistandes ist die Problemlagen des Minderjährigen unter Einbezug individueller sozialen Bezüge von Familie und Umwelt zu bearbeiten. Die Betreuung bezieht sich dabei auf:

  • Die Beziehung zwischen Eltern und Kind/ Jugendlicher;
  • Die schulischen Probleme von Kindern und Jugendlichen;
  • Andere soziale Bezüge der Kinder/ Jugendliche (z.B. Freundeskreis).

Diese Hilfeform wird vor allem älteren Kindern und Jugendlichen zwischen 9 und 16 Jahren zu teil. Kernstück der Arbeit sind zumeist regelmäßige Beratungsgespräche und die Gestal-tung von Freizeit. Die Intensität der Begleitung orientiert sich am individuellen Bedarf und wird im Hilfeplan festgeschrieben und überprüft.

Ein Betreuungshelfer begleitet Jugendliche in der Regel auf Anweisung eines Jugendrichters (§ 9 JGG). Ziele und Formen unterscheiden sich nicht von denen eines Erziehungsbeistandes, es sei, dass der Betreuungshelfer die Durchführung bestimmter, nach einem Urteil auferlegter, Erziehungsmittel (§ 10 JGG) begleitet. Anders als beim Erziehungsbeistand ist die Freiwilligkeit hier begrenzt und steht dem Anspruch des KJHG zur Beteiligung Kinder und Jugendlicher an der Gestaltung der Hilfe entgegen.