Ausbildungsförderung (BAFöG)

Pflegekinder können auch einen Anspruch auf BAFöG haben. Die Leistungen nach dem Bun-desausbildungsförderungsgesetz (BAFöG) sind jedoch auf das Pflegegeld anzurechnen (vgl. Heranziehung zu den Kosten).

Durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz wird die Ausbildung junger Menschen, entsprechend ihrer Neigung, Eignung und Leistung gefördert.

Antragsberechtigt sind:

  • Studierende an allen Arten von Hochschulen, höheren Fachschulen und Akademien
  • Schüler weiterführender, allgemeinbildender Schulen ab Klasse 10, von Berufsfachschulen, aus Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt (wenn die Auszubildenden während der Ausbildung aus den im BAföG genannten Gründen nicht bei ihren Eltern wohnen können)
  • Schüler (ohne abgeschlossene Berufsausbildung) von Fachschulen und Berufsfachschulen, die in einem zumindest zweijährigen Bildungsgang zu einem berufsqualifizierenden Abschluss führen
  • Schüler an Abendhaupt- und Abendrealschulen, Berufsaufbauschulen und Fachoberschulen (mit abgeschlossener Berufsausbildung)
  • Schüler an Fachschulen (mit abgeschlossener Berufsausbildung), Abendgymnasium und Kollegs

Die Förderung für Schüler erfolgt in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse. Studierende erhalten – bis auf wenige Ausnahmen – die Ausbildungsförderung je zur Hälfte als Zuschuss und zinsloses Darlehen.

Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Art der Ausbildung und der Unterbringung. Die Bedarfssätze reichen derzeit von 375 DM bis zu 1.140 DM monatlich. Ob man den vollen Förderungsbetrag oder nur Teilförderung erhält, hängt vom Einkommen und Vermögen des Auszubildenden und vom Einkommen des Ehegatten und der Eltern ab.

Die Leistungen müssen schriftlich beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung beantragt werden. In der Regel ist zuständig für

  • Studenten das Studentenwerk der jeweiligen Hochschule
  • Schüler an Abendgymnasien, Kollegs, Höheren Fachschulen und Akademien das Amt für Ausbildungsförderung in dessen Bezirk die Ausbildungsstätte liegt,
  • alle anderen Schüler das Amt für Ausbildungsförderung der Stadt-/Kreisverwaltung am Wohnort der Eltern.