Aufklärung Beteiligter

Die Sorgeberechtigten und das Kind/ der Jugendliche sind vor der Entscheidung über eine Hilfe zur Erziehung zu beraten und insbesondere auf Folgen für die Entwicklung des Kindes hinzuweisen (§ 36 SGB VIII).

Diese Beratungspflicht des Jugendamtes ist insbesondere im Hinblick auf das Bindungsverhalten des Kindes relevant. Gerade im Hinblick auf die potentielle Veränderung der Beziehungen und Bindungen des Kindes in der Vollzeitpflege ist es unumgänglich, die betroffenen leiblichen Eltern und die Kinder zu informieren, damit sie wissen, worauf sie sich einlassen. Andernfalls kann es geschehen, dass bspw. leibliche Eltern aus Eifersucht auf die Pflegeeltern die Hilfe sabotieren. Sind alle Beteiligten von vorn herein über die Konsequenzen, die sich aus der Hilfe ergeben können, informiert, wird diese Gefahr verringert (vgl. auch Wunsch- und Wahlrecht, Beteiligung)