Abbruch des Pflegeverhältnisses

Pflegeverhltnisse können aufgrund unaufhebbarer Spannungen zwischen Pflegekind und Pflegefamilie (unlösbare Schwierigkeiten, Angst und Feindseligkeit und Anhäufung von anderen Alltagsproblemen) oder aufgrund der Beendigung der Hilfe zur Erziehung abgebrochen werden (vgl. Herausnahme des Pflegekindes).

Insbesondere in der Pubertät kommt es zu einer vorzeitigen Trennung von Pflegekind und Pflegefamilie. Nach einer wissenschaftlichen Untersuchung von Blandow, die allerdings aus dem Jahre 1972 stammt, liegt der Anteil bei den über 10-jährigen Pflegekindern bei den Misserfolgen des Pflegeverhältnisses überdurchschnittlich hoch.

Der Pflegeabbruch ist jedoch nur das äußerlich sichtbare Zeugnis einer gescheiterten Pflegschaft. Die Zahl gescheiterter Pflegeverhältnisse, die nicht zur Trennung bzw. zum Abbruch geführt hat, bleibt in jeder Statistik unberücksichtigt.

Allerdings ist es für alle Beteiligten besser, das Scheitern eines Pflegeverhältnisses einzugestehen, statt das Pflegeverhältnis aufrecht zu erhalten, um das Gesicht zu wahren.