Begleitung und Beratung in Pflegeverhältnissen

Pflegefamilien und Pflegekinder haben vor der Aufnahme des Kindes oder Jugendlichen in eine Familie und während der gesamten Dauer der Pflege Anspruch auf Beratung und Unterstützung, heißt es im § 37,2 KJHG. Dieser Artikel beschreibt die Möglichkeiten und Inhalte von Beratung und Begleitung während der verschiedenen Phasen von Pflegeverhältnissen.

von Adrian Einecke

für Arbeitsgruppe Qualitätssicherung und Qualitätsmerkmale im Pflegekinderwesen in Sachsen-Anhalt

Begleitung und Beratung in Pflegeverhältnissen

Pflegefamilien und Pflegekinder haben vor der Aufnahme des Kindes oder Jugendlichen in eine Familie und während der gesamten Dauer der Pflege Anspruch auf Beratung und Unterstützung, heißt es im § 37,2 KJHG. Damit haben „angefangen vom ersten Gedanken eines Pflegeverhältnisses bis hin zu seiner Beendigung … die Pflegefamilie und das Pflegekind einen durchgehenden Anspruch auf Beratung und Begleitung“ (Quelle: H. Hopp, Wege der Beratung und Unterstützung von Pflegefamilien, in Paten 4/00 S. 9-14). Der Bedarf an Begleitung und Beratung orientiert sich an der persönlichen Entwicklung des Kindes in der Pflegefamilie, die wiederum durch seine psychischen Möglichkeiten selbst, den individuellen Befindlichkeiten und Bedürfnissen der Pflegefamilie (damit ist die gesamte Pflegefamilie gemeint, Eltern, leibliche Kinder und ggf. andere Betroffene), aber auch der Situation der Herkunftsfamilie geprägt ist.

Auch die Herkunftseltern haben ein Recht auf Begleitung und Beratung, schon allein deswegen weil sie an einer gelingenden Hilfe zur Erziehung mitwirken müssen und, wenn man an eine mögliche Rückführung der Pflegekinder ins Elternhaus denkt, sie bestimmte, im Hilfeplan festgelegte, Veränderungen anstreben und verwirklichen müssen. Allen Beteiligten ist klar, dass die Herkunftseltern dafür die Unterstützung von Fachkräften bedürfen, auch wenn die Verantwortlichkeit bei ihnen selbst liegt.

Begleitung und Beratung findet zusammenfassend in folgenden Bereichen von Pflegeverhältnissen statt:

Begleitung = die ständige oder dauerhafte Möglichkeit mit einer vertrauten Person/ Personen der vermittelnden Stelle, eines involvierten Freien Träges oder einer vertrauten Gruppe gleicher Interessenten (z.B. einem Pflegeelternverein) über den Alltag der Pflege ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen, Kontakte zuknüpfen, sich Informationen zu organisieren. Begleitende Personen stehen den Beteiligten kurzfristig zur Verfügung ohne großen zeitlichen und organisatorischen Aufwand. Begleitung ist damit zum einen die kontinuierliche Arbeit mit oder in einer Pflegeelterngruppe und zum anderen die Sicherheit für Pflegeeltern eine konkreten AnsprechpartnerIn im Jugendamt, der Vermittlungsstelle oder einem Freien Träger zu haben.

Beratung = eine zielgerichtete Interaktion zwischen den zu beratenden Familienmitgliedern und einer entsprechend ausgebildeten Beratungsperson. Beratung zielt damit direkt auf konkrete Befindlichkeiten und Bedürfnisse einzelner oder der ganzen Familie. Beratung unter diesem Gesichtspunkt ist keine Alltagsleistung des Pflegekinderdienstes, sondern eine besondere Situation, die ein besonderes Beratungssetting benötigt. Sie geht damit weit über die Begleitung hinaus. Je nach Bedarf und Situation und jeweiliger Fachkenntnis sollten externe Berater oder Supervisoren den Beratungsbedarf bearbeiten. Eine Beratung kann sich aus dem Kontext der Begleitung ergeben.

Wesentliche Ziele von Gruppenarbeit mit Pflegeeltern können sein:

  • Förderung des Erfahrungsaustausches unter den Pflegeeltern in Erziehungsfragen und bei Beziehungsproblemen im Rahmen der Hilfe zur Selbsthilfe,
  • Bearbeitung des Spannungsfeldes zwischen Pflegefamilie, Pflegekind und Herkunftsfamilie,
  • Sensibilisierung für Probleme der Herkunftsfamilie und die Situation von Pflegekindern,
  • Stärkung der Toleranz gegenüber unterschiedlichen Lebensentwürfen,
  • Fortbildung zu aktuellen Fragen, Rechten und Pflichten von Pflegeeltern, – Qualifizieren von Personen, damit bei längerem Bestehen einer Gruppe sich auch selbständige Aktivitäten entwickeln können. (Vgl. Bayrisches Landesjugendamt, Vollzeitpflege, Kap. 6, 1999)

(1) Begleitung und Beratung im Auswahlverfahren von Pflegeeltern

Eine generelle Vorbereitung von PflegeelternberwerberInnen unabdingbar ist. Ziel ist es: PflegeelternbewerberInnen so zu begleiten und beraten, dass diese ihre eigene Entscheidung, unter Abwägung der Dinge die auf sie zu kommen können, treffen. Die PflegeelternberwerberInnen sollen ihre eigenen Ressourcen und Stärken, aber auch Grenzen und Zumutbarkeiten erkennen und der vermittelnden Stelle deutlich machen können. Dies geschieht einerseits durch spezielle Vorbereitungsseminare und andererseits durch persönliche Kontakte und Gespräche mit den zuständigen MitarbeiterInnen des Jugendamtes bzw. der Vermittlungsstelle oder in den Prozess involvierter Freier Träger.

(2) Begleitung und Beratung während des Vermittlungsprozesses

In der Regel haben die für ein zu vermittelndes Kind vorgesehenen Pflegeeltern schon das Auswahlverfahren abgeschlossen. Damit haben die MitarbeiterInnen der Vermittlungsstelle eine allgemeine Vorstellung von den betreffenden Pflegeeltern. Es besteht nun die Aufgabe, die Passung von Pflegefamilie und Pflegekind im Vorhinein zu prüfen. Dabei sind folgende Überlegungen eines Fachteams zu verfolgen:

  • Was ist an dieser Pflegefamilie, dass sie zu dem Kind passt? (Ressourcen der Familie – Bedürfnisse des Kindes?
  • Kann die Pflegefamilie sich jetzt auf die Veränderungen durch ein Pflegekind einlassen?
  • Welche Aufgaben und Rollen haben derzeit die leiblichen/ bzw. anderen Pflegekinder in der Familie?
  • Gibt es Aufgaben, die in der Familie zur Zeit gelöst werden müssen? (Z.B. Umzug, Krankheit, Einschulung, Pubertät eines Kindes, Pflege von Großeltern, …)
  • Sind alle Familienmitglieder mit der Aufnahme eines Pflegekindes einverstanden?

Zusammen mit der Pflegefamilie hat die zuständige MitarbeiterIn der Vermittlungsstelle folgende Themen und Inhalte im Gespräch zu besprechen:

  • Kann die Pflegefamilie jetzt ein Kind aufnehmen? (Familiensituation und Zeit)
  • Was ist das für ein Kind? (Vorstellung des Kindes unter Wahrung des Datenschutzes, also ohne Namen und Bild)
  • Was sind das für Herkunftseltern?
  • Wie würde sich die Pflegefamilie durch die Aufnahme dieses Kindes möglicherweise verändern?
  • Wie ist die rechtliche Lage?
  • Mit wem hätten die Pflegeeltern noch zu tun? (Jugendamt, Gericht, Therapeuten, andere Familienmitglieder,…)
  • Was kann sich die Familie zutrauen und zumuten?
  • Mit welchem Ziel kommt das Kind in die Familie? Speziell in diese Familie?
  • Sehen die SozialarbeiterInnen eine Änderung diesen Ziels als wahrscheinlich an? (Prognose)(Vgl. H. Hopp, Wege der Beratung und Unterstützung von Pflegefamilien, in Paten 4/00 S. 9-14) Schon an dieser Stelle haben Pflegeeltern die Zeit und die Möglichkeit sich und die Fragen im Prozess zu reflektieren und sie sollten abwägen ob sie einem Erstkontakt mit dem zu vermittelndem Kind und der betreffenden Herkunftsfamilie zustimmen.

(3) Begleitung und Beratung während des Anbahnungsprozesses

Die ersten Kontakte der Pflegefamilie mit dem eventuellen Pflegekind und ggf. der Herkunftsfamilie sollte in einer Weise stattfinden, die es beiden Seiten ermöglicht zu erfahren ob die „Chemie“ stimmt. Es muss beachtet werden, dass die Aufnahme eines Kindes viel mit persönlicher Nähe zu tun hat und Pflegeeltern leben in der Regel 24 h am Tag und das jeden Tag mit einem Pflegekind zu tun. Aus diesem Grunde ist es besonders wichtig zu den vermittelnden SozialarbeiterInnen einen vertrauensvollen Umgang zu pflegen. Pflegeeltern muss durch die Begleitung bewusst sein, dass sie neben ihrem Mut und dem Willen ein Pflegekind aufnehmen zu wollen eine folgenschwere Entscheidung für ihre eigen Familie treffen. Es muss ihnen, wie auch dem betreffenden Pflegekind, das Nein-Sagen erlaubt sein, ohne Angst und ohne Folgen auf ihren Status als PflegeelternbewerberInnen.

Es ist schon an dieser Stelle wichtig klare Absprachen mit den Beteiligten zu haben, um die ersten Kontakte in einer, bei aller Unsicherheit und Aufregung, geplanten und ruhigen Atmosphäre durchführen zu können. Dazu zählen gemeinsame Absprachen zu Zeit, Ort und Inhalten der Treffen.

Nach den einzelnen, immer vom Einzelfall abhängigen, Treffen müssen alle Beteiligten Gelegenheit für sich und im Gespräch mit den begleitenden SozialarbeiterInnen die Treffen zu reflektieren: Folgende Fragestellungen können dabei helfen:

  • Was ist der Kindeswille? Wie äußert er sich? Wann und Wie?
  • Sind die Pflegefamilie und das Kind sich nahe genug um zu erkennen, ob sie zusammen leben wollen und können?
  • Haben die Beteiligten genügend Zeit sich kennen zu lernen?
  • Welche Auswirkungen hat die Dauer der Anbahnung auf das Empfinden des Kindes und der Pflegefamilie? – Wie reagieren die einzelnen Mitglieder der Pflegefamilie?

(4) Begleitung und Beratung vor und während der Pflege für die Herkunftsfamilie

Die Begleitung und Beratung der Herkunftsfamilie während des gesamten Pflegeverhältnisses hat aus zweierlei Gründen eine immense Bedeutung für den Fallverlauf, also die Entwicklung des Kindes und seiner Beziehungen.

  1. Es kann nur mit den Herkunftseltern zusammen eine gültige Prognose für das Kind im Pflegeverhältnis erstellt werden. In einer kontinuierlichen und intensiven Begleitung der Herkunftsfamilie kann nach Ermittlung der Ist-Situation eine Prognose durch die SozialarbeiterInnen erstellt werden. Es ist in folge dessen zu prüfen ob die Stabilisierung der Herkunftsfamilie in einem aus kindlicher Sicht vertretbaren Zeitraum erfolgen kann und ob eine Rückführung ein realistisches Ziel der Hilfe zur Erziehung ist. Daraus ergeben sich für die Gestaltung des Pflegeverhältnisses jeweils unterschiedliche Bedingungen und Absprachen, z.B. zu Umgangskontakten.
  2. Die Sicht der Herkunftsfamilie auf das Pflegeverhältnis ist von entscheidender Bedeutung für das Beziehungssystem des Pflegekindes. Die Herkunftseltern wollen und müssen in ihren Befindlichkeiten ernst genommen werden. Sie haben auch, bei allem was zur Pflege geführt hat, eine veränderte Rolle, nämlich als abgebende Eltern, die sich vielleicht als die versagenden fühlen und Schuldgefühle entwickeln.

Sie sind zu beraten und zu begleiten ihre neue Rolle anzunehmen und dem Kind eine angstfreie Entwicklung in der Pflegefamilie zu ermöglichen. Nur wenn auch die Herkunftsfamilie sich in der Lage sieht diese Situation zu verarbeiten können sie dem Pflegeverhältnis positiv gegenübertreten.

Die Begleitung und Beratung der Herkunftsfamilie muss, bei aller Problemlage, mit Klarheit, Offenheit und Ehrlichkeit erfolgen. „Schonendes Verhalten der Sozialarbeiter den Herkunftseltern gegenüber führt oft zu diffusen Vorstellungen. Herkunftseltern müssen wissen, dass das Kind und letztendlich auch die Erwachsenen um dieses Kind herum Handlungen und Entscheidungen brauchen, um in Klarheit und Sicherheit leben zu können.“ (Vgl. Ebd.)

Wesentliche Inhalte der Begleitung und Beratung von Herkunftseltern im Bezug auf die Gestaltung des Pflegeverhältnisses sollten sein:

  • Welche Ziele verfolgen die Beteiligten?
  • Was kann zu Loyalitätskonflikten des Kindes führen? Unter welchen Bedingungen hat es das Kind schwerer sich in seiner neuen Umgebung zu recht zu finden?
  • Wie können Herkunftseltern Interesse am Kind und seiner Entwicklung zeigen?
  • Wie können Herkunftseltern auf die Wünsche ihrer Kinder reagieren?
  • Was macht gegenseitige Wertschätzung aus?
  • Welche rechtlichen Möglichkeiten haben Herkunftseltern im Pflegeverlauf?
  • Wie können gegenseitige Verabredungen und Verbindlichkeiten hergestellt werden?

Natürlich sind die unterschiedlichen Ausgangssituationen der Herkunftsfamilie zu beachten. Folgende sind denkbar:

  • Hohe Bereitschaft zur Mitarbeit, der eigenen Verantwortung bewusst sein.
  • Die Lebenssituation ist in einem bestimmten Zeitraum veränderbar.
  • Bereitschaft zur Mitarbeit ist da, aber sie sind wenig zuverlässig. Damit schwerer einzuschätzen inwieweit sie ihrer Verantwortung gerecht werden können.
  • Die Lebenssituation ist zwar veränderbar, aber es gibt noch größere Probleme, die sich zeitlich schlecht fassen lassen.
  • Die Mitarbeit ist durch einen Gerichtsbeschluss bestimmt. Die Ausgangssituationen haben wiederum Einfluss auf die Motivation der Herkunftseltern am Gelingen eines Pflegeverhältnisses mitzuarbeiten. (Vgl. Bayrisches Landesjugendamt, Vollzeitpflege, Kap.6, 1999)

Bei der Arbeit mit der Herkunftsfamilie ist, unter Beachtung des individuellen Falls, der Perspektive des betreffenden Kindes und des bisherigen Fallverlaufs an nachfolgende Bereiche anzuknüpfen:

  • Lebenssituation der Herkunftsfamilie Wohnsituation, berufliche und ökonomische Situation, Partnerschaft, Geschwister des Kindes, soziales Umfeld (Kollegen, Nachbarn, Freunde,…)
  • Emotionale Auswirkungen der Inpflegegabe Gefühle von Ablehnung, Trauer, Schuld und Versagen, Rivalitäten mit den Pflegeeltern, Vorwürfe gegenüber Jugendamt
  • Planung und Begleitung der Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie Gestaltung von Besuchskontakten, Modus begleiteten Umgangs, Informationen über das Kind und seine Entwicklung, notwendige Förderung, erzieherische Probleme
  • Persönliche Situation der Herkunftseltern Suchtverhalten, Gewalt, Missbrauch, psychische Erkrankungen, etc.( Vgl. Ebd. )

Für den Verlauf eines Pflegeverhältnisses ist es von Bedeutung, dass die verschiedenen sozialen Dienste kooperieren und alles was zur Klärung der Perspektive des Kindes beiträgt auszutauschen.

(5) Begleitung und Beratung zu Beginn eines Pflegeverhältnisses der Pflegefamilie

Bei der Übersiedlung eines Kindes in eine Pflegefamilie ist von entscheidender Bedeutung wie diese geschieht und ob sie vom Kind zu diesem Zeitpunkt gewollt ist. Damit bestimmt das Kind, abhängig von Alter und Entwicklungsstand maßgeblich die Situation. Alle anderen Beteiligten haben alles, und dies sollte das Ziel von Begleitung und Beratung an dieser Stelle sein, zu tun, um den Übergang in eine neue Lebensform dem Kind diesen Bruch in der Kontinuität seines Lebens weniger schwer empfinden zu lassen. Für alle Beteiligten können folgende Hinweise dienlich sein:

  • Dem Kind Vertrautes mitgeben (Kuscheltier, Spielzeug, Kassetten, Schlafanzug, Kleidung etc.)
  • Wichtige Rituale übernehmen (z.B. die Art und Weise ins Bett zu gehen)
  • Zu Erfahren welche Vorlieben das Kind hat. (In Bezug auf Essen, Musik, etc.)
  • Ein Willkommensritual gestalten
  • Über Ängste des Kindes Bescheid wissen
  • Möglichkeit dem Kind geben mit bisherigen Kontaktpersonen auch weiterhin in Verbindung zu stehen.
  • Informationen über das soziale Netz des Kindes haben.(H. Hopp, Wege der Beratung und Unterstützung von Pflegefamilien, in Paten 4/00 S. 9-14)

Zu Beginn eines Pflegeverhältnisses ist eine intensive Begleitung notwendig. Wie bei allem neuen prägen auch hier die ersten Eindrücke. An dieser Stelle entwickelt sich das Bild der Pflegeeltern in Bezug auf die Wertigkeit ihrer Arbeit, können sich Pflegeeltern als Partner der Jugendhilfe fühlen oder werden sie nur in Notsituationen wahrgenommen.

Die Begleitung sollte neben telefonischen Kontakten unbedingt Besuche in der Pflegefamilie und dem Pflegekind einschließen. Sie dienen einerseits den Kontakt zur Pflegefamilie zu fördern und zu sichern und geben dem Pflegekind das Gefühl, auch von übergeordneter Stelle, in seinen Befindlichkeiten und Bedürfnissen wahrgenommen zu werden. Dies bedeutet jedoch, dass es an dieser Stelle eine Kontinuität von Kontaktpersonen gibt. Die Begleitung zu Beginn eines Pflegeverhältnisses ist auch deshalb so bedeutend, da das in Bewerberseminaren erworbene Wissen nun in der Praxis angewendet wird. Es macht einen Unterschied etwas vom Ankommen in der Pflegefamilie gehört zu haben als es tatsächlich zu erleben. Auch können die Veränderungen in der Pflegefamilie einen stärker belasten als vorher vermutet. Dann ist ein Beratungsgespräch hilfreich.

(5.1) Kontinuierliche Begleitung und Beratung im Pflegeverlauf

Henrike Hopp unterscheidet in ihrem Beitrag zur Beratung und Unterstützung von Pflegefamilien drei Formen der kontinuierlichen Begleitung, die auch diesem Handbuch als Orientierung dienen sollen.

  • Durch die Vermittlungsstelle (in der Regel dem örtlichen Jugendamt)
  • Durch Selbsthilfeorganisationen
  • Weitere Angebote durch Freie Träger und Freiberufliche Berater
(5.1.1) Begleitung und Beratung durch die Vermittlungsstelle

Sicherlich haben die einzelnen Pflegefamilien unterschiedlichen Bedarf in ihrer jeweiligen Situation begleitet und beraten zu werden. Für die einen sind die regelmäßig stattfindenden Hilfeplangespräche und deren Vorbereitung genug, für andere hingegen gibt es einen erhöhten Beratungsbedarf, der aus unterschiedlichsten Gründen gegeben sein kann. Z.B. Veränderte Ausgangsbedingungen in der Herkunftsfamilie, Problematisch zu gestaltende Umgangskontakte, das zu Tage treten von Misshandlung und Missbrauch, Schwierigkeiten der leiblichen Kinder mit der neuen Situation zu recht zu kommen, etc. Der Bedarf richtet sich immer nach dem Einzelfall.

Die Pflegefamilie sollte bereit sein, und hier macht sich eine partnerschaftliche Zusammenarbeit deutlich, den Beratungs- und Begleitungsbedarf bei den zuständigen SozialarbeiterInnen kund zu tun. Diese wiederum müssen den Bedarf anerkennen.

Des Weiteren wird es immer wieder bestimmte Zeiten und Themen geben, von denen die SozialarbeiterInnen im Vorfeld wissen, dass diese zu Problemen führen können. An dieser Stelle sind präventive Beratungsangebote angebracht, beispielsweise in Zieten heftiger Übertragung des Kindes auf die Pflegeeltern, oder in der Pubertät.

Kommen erhebliche Mehraufwendungen für die Betreuung eines Kindes als geplant auf die Pflegeeltern zu so sind diese auch finanziell zu unterstützen.

Die regelmäßig vom Träger zu organisierenden Fortbildungs- und Qualifizierungsangebote sind ein wichtiger Teil der Begleitung.

Grundsätzlich ist anzumerken, dass die zuständigen SozialarbeiterInnen den Pflegeeltern und auch den Pflegekindern kurzfristig zur Verfügung zu stehen haben.

Es ist auch denkbar regelmäßige Gespräche mit den zuständigen SozialarbeiterInnen zu vereinbaren. Sie bieten den Vorteil nicht nur in Krisensituationen mit einander zu sprechen. Folgende Rahmenbedingungen können dafür gelten:

  • Rechtzeitige Terminvereinbarung mit der Familie, so dass alle Zeit zur Vorbereitung darauf haben und anwesend sein können
  • Vorab versendete Leitfragen oder gemeinsam abgesprochene Themen können die Vorbereitung und den Verlauf des Gespräches erleichtern
  • Zeitliche Begrenzung des Gespräches
  • Zielorientierte Gesprächsführung (Vgl. Bayrisches Landesjugendamt, Vollzeitpflege, Kap.6, 1999)

Einige Jugendämter bieten für Pflegeeltern spezielle Begleitung in Facharbeitsgruppen an. Diese können thematisch orientiert sein, z.B. zu bestimmten Pflegeformen oder speziellen Themen wie ADHS, oder regional zugeschnitten sein, um die Erreichbarkeit zu sichern. Solcherart Fachgruppen sind aus der Sicht dieser Arbeitsgruppe zu begrüßen und auszuweiten.

(5.1.2) Beratung und Unterstützung durch Selbsthilfeorganisationen

In vielen Landkreisen und kreisfreien Städten gibt es Pflegefamilienvereine auf kommunaler Ebene, die meist an den Landesverband und damit auch dem Bundesverband von Pflegeeltern angeschlossen sind. Durch die Aktivitäten dieser Verbände haben Pflegeeltern die Möglichkeit des direkten Erfahrungsaustausches und einer eigenständigen Begleitung von erfahrenen Pflegeeltern.

Neben regelmäßigen Treffen organisieren diese Verbände Gesprächskreise, gesellige Veranstaltungen, Feste für Pflegekinder, Begleitung bei schwierigen Gesprächen im Jugendamt oder bei Gericht. Auch helfen sie sich gegenseitig im Austausch von Kinderkleidung, Fachliteratur etc.

Das örtliche Jugendamt ist nach § 37,2 verpflichtet solche Zusammenschlüsse zu beraten und zu unterstützen. Die Vorteile eine kritischen Kooperation von Verein und Jugendamt liegen in der gegenseitigen Ergänzung von Angeboten und der gegenseitigen Achtung vor unterschiedlichen Interessen.

(5.1.3) Weitere Angebote durch Freie Träger und Freiberufliche Berater

Die Pflegeeltern benötigen Beratung und Begleitung über die der Jugendämter und der Interessenverbände hinaus. Bei speziellen Fragen, Sorgen und Nöte ist es angebracht fachspezifische Beratung und Begleitung nutz zu können. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

Beratungsstellen für Familien, Kinder und Jugendliche vor Ort

Sie sind sehr häufig Ansprechpartner für Pflegefamilien und Pflegekinder. Oftmals werden Pflegeeltern bei Erziehungsproblemen oder zur Vermittlung von Besuchskontakten vom Jugendamt an diese verwiesen. Vorteilhaft ist eine unvoreingenommene und nicht durch Loyalitäten besetzte Beratungsumgebung. Die MitarbeiterInnen von Beratungsstellen können sich als unbeteiligte (anders als MitarbeiterInnen von Jugendämtern) an die Betroffenen wenden und helfen Strategien zur Lösung von Problemsituationen zu entwickeln. Von Vorteil kann sich auch erweisen, dass die Berater und Psychologen unabhängig vom Jugendamt agieren, um bestimmte Befindlichkeiten, wie Amtsängste, etc. nicht aufkommen zu lassen. Als Nachteil kann sich die relative Unerfahrenheit mit den besonderen Situationen in Pflegeverhältnissen erweisen. An dieser Stelle sind das Jugendamt und auch die Pflegeelternvereine aufgefordert den Beratern und Psychologen der Beratungsstellen die Themenlage zu vermitteln. Können sich diese darauf einlassen, haben Pflegeeltern, Pflegekinder und auch Herkunftseltern kompetente Partner, außerhalb des Jugendamtes, zur Verfügung. Problematisch ist es auch, wenn ein Termin nicht relativ kurzfristig zu bekommen ist.

Externe Berater/ Supervisoren freier Träger, Freiberuflicher Berater/ Supervisoren

Hier gilt ähnliches, was Vorteile und Nachteile anbelangt, wie bei den Beratungsstellen. Diese Berater sind darüber hinaus nicht an einen Ort gebunden und meist auch bereit über längere Zeit eine Pflegefamilie oder eine Gruppe von Pflegeeltern zu betreuen. Ihre Fachlichkeit stellt sich durch ihre intensive und langwierige an Fällen orientierte Ausbildung her. Einige Jugendämter bieten Pflegeeltern die Möglichkeit an bis zu sechs Gruppensupervisionen teilzunehmen. Andere ermöglichen Pflegeeltern im Einzelfall, nach Festlegung im Hilfeplan, Einzelsupervisionen wahrnehmen zu können.

Es sollte allen Pflegeeltern bekannt sein, welche Formen und Möglichkeiten es an externer Beratung und Supervision im jeweiligen Landkreis/ kreisfreier Stadt gibt.

Das Vorhandensein einer regelmäßig aktualisierten Informationsmappe ist dabei sehr hilfreich.

Es ist sinnvoll landesweit, ggf. auch landesübergreifend eine Liste von Supervisoren anzulegen, mit denen Jugendämter und Pflegeeltern gute Erfahrungen gemacht haben. Ähnliches sollte es auch für Beratungsstellen geben. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist das Vorhalten von Gruppensupervisionen von externen Beratern und Supervisoren durch die Kostenträger. An diesen können Pflegeeltern teilnehmen, ohne einen bestimmten Beratungsbedarf ausweisen zu müssen. Es ist auch sehr förderlich sich über Erfolge zu unterhalten, denn sie zeigen noch viel genauer als Misserfolge was die Ressourcen der jeweiligen Person sind.

(5.2) Begleitung und Beratung bei Beendigung eines Pflegeverhältnisses

Bei einer geplanten Beendigung, beispielsweise bei einer Rückkehr in die Herkunftsfamilie oder den Wechsel in eine betreute Wohnform, dient die Begleitung und Beratung dazu, die Pflegefamilie in den Wechsel des Lebensbereiches einzubinden. Damit soll dem Pflegekind Sicherheit und Vertrauen in die neuen Bedingungen gegeben werden. Eine Rückkehr gelingt dann besonders gut, wenn sie während der gesamten Pflege als Ziel festgehalten wurde und von allen Seiten zielgerichtet daran gearbeitet wurde. So kann der Wechsel von allen Beteiligten mit getragen werden. Weiterhin förderlich ist, wenn die Pflegefamilie das Kind mit gutem Gewissen gehen lassen kann, also wenn sie überzeugt ist, das ein Zusammenleben wirklich möglich ist. An einem solchen Fall wird die Bedeutung von Begleitung und Beratung für alle Beteiligten wichtig.

Auch die Beendigung eines Pflegeverhältnisses durch die Volljährigkeit des Pflegekindes ist im Voraus zu planen. Die Begleitung und Beratung der Pflegefamilie und des Pflegekindes zielt dann auf die zukünftige Unterbringung und Lebensweise des Pflegekindes. Oder sind beispielsweise die Bedingungen nach § 41 KJHG erfüllt? Welche Schritte sind zur Erlangung der Selbständigkeit zu unternehmen? Wie können die Anforderungen an den jungen Erwachsenen an seine Leistungen angepasst werden und umgekehrt? All diese Dinge sind im Vorfeld der Volljährigkeit zu besprechen. Pflegeeltern und auch Pflegekinder sind über diese Zeitperspektive aufzuklären?

Die ungeplante Beendigung eines Pflegeverhältnisses ist ein für alle Beteiligten emotional belastendes Geschehen, welches meist sehr kurzfristig geschieht. Nicht immer ist ein „Abbruch“ mit einem Scheitern der Pflegefamilie zu begründen. Die Gründe der ungeplanten Beendigung sind vielschichtig und reichen von einer ungünstigen Vermittlungskonstellation und sich daran anschließender Aufschaukelungen von schwierigen Situationen, über sich plötzlich verändernde Bedingungen in der Herkunftsfamilie, beispielsweise durch eine neue Partnerschaft der leiblichen Mutter des Pflegekindes oder dem Willen des Pflegekindes wieder zu gehen, bis hin zur fehlenden Unterstützung, Begleitung und Beratung der Pflegefamilie in schwierigen Situationen. Hier sind folgende Schwerpunkte in Begleitung und Beratung zu sehen:

  • Aufarbeitung von Schuld-, Scham-, Trauer- und Versagensgefühlen der Pflegeeltern und Mitgliedern der Pflegefamilie.
  • Was hat möglicherweise zur Überforderung geführt?
  • Was sind die tatsächlichen Motive des Pflegekindes die Pflegefamilie verlassen zu wollen?
  • Welche Unterstützung benötigen die noch in der Pflegefamilie verbliebenen Pflegekinder oder Adoptivkinder? – Welche Unterstützung benötigt nun die Herkunftsfamilie?

(6) Inhaltliche Schwerpunkte in der Begleitung und Beratung – ein Überblick

Beratung und Betreuung von Pflegekindern Vorbereitung/Anbahnung eines Pflegeverhältnis:

  • Vermittlung der Gesamtsituation gem. Entwicklung des Kindes
  • Vorbereitung auf Erstkontakte mit Pflegefamilie
  • Erstkontakte mit Pflegefamilie
  • Abschied von Herkunftsfamilie
  • Überlegungen von Kontaktregelung mit Herkunftsfamilie

Begleitung innerhalb eines Pflegeverhältnis:

  • Integration in Pflegefamilie
  • Entwicklung einer Identität als Pflegekind und leibliches Kind
  • Leben im Spannungsfeld von Herkunfts- und Pflegefamilie
  • Trauerarbeit – (vorübergehender) Verlust der Herkunftsfamilie

Beendigung eines Pflegeverhältnis:

  • Vorbereitung auf neuen Lebensabschnitt
  • Vorbereitung auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Pflegestelle und neuer Betreuung, Verselbständigung o.ä.
  • Klärung von Kontakten mit Pflegefamilie nach Beendigung des Pflegeverhältnisses
  • Abschied von der Pflegefamilie

Beratung und Betreuung von Pflegefamilien Vorbereitung/Anbahnung eines Pflegeverhältnis:

  • Klärung zur Motivation als Pflegefamilie
  • Pädagogische und psychologische Vorbereitung auf Anforderungen in einer Pflegestelle
  • Finanzielle Hilfen für Pflegefamilien
  • Biographischer Hintergrund des Kindes bei Kontaktanbahnung
  • Vorbereitung auf Reaktionen in der Gesellschaft bei Aufnahme eines Pflegekindes

Begleitung innerhalb eines Pflegeverhältnisses:

  • Konkrete und zielorientierte Hilfeplanung unter Einbeziehung aller Beteiligten mit verbindlichen Absprachen und Zuständigkeiten
  • Rollenverständnis einer Pflegefamilie
  • Thematisierung von Konkurrenzsituationen zwischen Herkunftsfamilie und Pflegefamilie
  • Kontaktregelung mit Herkunftsfamilie
  • Bewältigung von Krisensituationen
  • Umgang mit täglichen Belastungen

Beendigung eines Pflegeverhältnis:

  • Abschied und Loslassen des Pflegekindes
  • Trauerarbeit, Verlust eines Pflegekindes
  • Umgang mit Scheitern einer Betreuung
  • Akzeptanz eines neuen Lebensabschnitts für das Pflegekind
  • Regelung von Kontakten zwischen Pflegeeltern und Pflegekind

Beratung und Betreuung von Herkunftsfamilien Vorbereitung/Anbahnung eines Pflegeverhältnis:

  • Beteiligtenorientierter Hilfeplanungsprozeß
  • Wunsch- und Wahlrecht im Rahmen der Hilfen zur Erziehung
  • Umgang mit dem „Scheitern als Eltern“ gegenüber sich selbst und Umwelt
  • Umgang mit dem Schuldgefühl gegenüber dem Kind
  • Gesellschaftliche Stigmatisierung durch Weggabe des Kindes

Begleitung innerhalb eines Pflegeverhältnis:

  • Besuchsregelung
  • Thematisierung von Konkurrenz zwischen Pflegefamilie und Herkunftsfamilie
  • Konkrete und zielorientierte Hilfeplanung unter Einbeziehung aller Beteiligten mit verbindlichen Absprachen und Zuständigkeiten
  • (Re-)Aktivierung von erzieherischen Ressourcen/Übernahme von Verantwortung für leibliches Kind
  • Klärung der Rückkehr in Herkunftsfamilie bzw. Verbleib in Pflegestelle oder anderer Hilfeform

Beendigung eines Pflegeverhältnisses:

  • Anforderungen bei Rückkehr des Kindes in die Herkunftsfamilie
  • Unterstützung der Rückkehr durch Hilfen zur Erziehung, z. B. Sozialpädagogische Familienhilfe, Tagesgruppe
  • Vorbereitung auf neue Hilfeform
  • Regelung von Kontakten zwischen Pflegeeltern und leiblichem Kind
  • Akzeptanz und Trauerarbeit bei dauerhaftem Kontaktabbruch/Abschied vom leiblichem Kind aufgrund fehlender Erziehungskompetenz

(7) Erreichbarkeit von MitarbeiterInnen der Jugendämter und anderer Behörden

Es gibt immer wieder Situationen, in denen Pflegeeltern dringenden Beratungsbedarf und konkrete Hilfe benötigen. Dabei ist z.B. an familiäre Krisensituationen zu denken, die zu einer Eskalation geführt haben. Oder das Pflegekind ist von einem Besuchskontakt mit der Herkunftsfamilie nicht wieder zurückgekehrt und diese ist auch nicht erreichbar. Oder der seit Jahren verschwundene leibliche Vater steht vor der Wohnung der Pflegefamilie und fordert lautstark die Herausgabe seines Kindes. Zu meist sind Pflegeeltern nicht allein in der Lage solche Situationen zu meistern. Dann benötigen sie konkrete und ggf. vertraute AnsprechpartnerInnen. In der Regel kann man tagsüber immer jemanden im Jugendamt erreichen, was aber am Abend, nachts oder am Wochenende. Die telefonische Erreichbarkeit ist in den einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten z.Zt. unterschiedlich geregelt. Einige haben eine Rufbereitschaft von JugendamtsmitarbeiterInnen organisiert, andere sind nur über die Notrufnummer einer zentralen Leitstelle zu erreichen.

Es muss allen Pflegeeltern bekannt sein, wie sie die von ihnen benötigte Hilfe erhalten. Notrufnummern sind in der Informationsmappe deutlich zu kennzeichnen.

Dies sollte auch für die Erreichbarkeit der zuständigen Amtsgerichte, welche in der Regel auch über eine Rufbereitschaft verfügen, gelten. Denn es kann ja der Fall eintreten, dass sich die Pflegeeltern nicht anders zu helfen wissen als sich selbst und das Pflegekind durch eine einstweilige Verfügung zum Verbleib des Pflegekindes in der Pflegefamilie zu schützen.

In der Urlaubszeit und bei längerer Krankheit werden die MitarbeiterInnen in den Ämtern in der Regel von ihren KollegInnen vertreten. Darüber sind die Pflegefamilien im Vorfeld zu informieren, damit diese sich darauf einstellen und nicht überrascht werden.

Quelle: Qualitätsmerkmale im Pflegekinderwesen Sachsen-Anhalt

Erarbeitet von einer Arbeitsgruppe im Rahmen des Projektes Qualitätssicherung und Qualitätsmerkmale im Pflegekinderwesen Sachsen-Anhalts

Gefördert durch das Ministerium für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt

Zur Verfügung gestellt von der START gemeinnützige Beratungsgesellschaft mbH

Die eben beschriebenen Qualitätsmerkmale sind ein Teil eines umfassenden Handbuchs, dass wahrscheinlich im ersten Quartal 2004 erscheinen wird. Die folgenden Inhalte sind das Arbeitsergebnis einer Tagesveranstaltung und stehen den Beteiligten zur Korrektur, Kritik und Ergänzung zur Verfügung.