Antiagressionstraining in der Adolessenz

Anti-Gewalt-Training ist ein stark konfrontatives und hinterfragendesTraining mit gewaltbereiten Jugendlichen und jungen Heranwachsenden

Ein Antigewalttraining hat die Zielsetzung, aggressive und gewaltbereite Jugendliche und Heranwachsende mit ihrem Verhalten und dem dadurch bereits Geschehenden direkt zu konfrontieren, um der Anwendung von jeder Art der Gewalt vorzubeugen und entgegen zu wirken.

 

Die Jugendlichen sollen dabei lernen, vorhandene körperliche sowie verbale Aggressivität abzubauen und trotz vielfach vorhandener Opfergeschichte ihrerseits, auf Gewaltanwendung zu verzichten.

 

Ein Antiagressionstraining beinhaltet:

  • eindeutige Rahmen, Werte und Normen festgelegt
  • die intensive Tatrekonstruktionen
  • das Hineinversetzen in die Opferrolle
  • das Positionieren zum Tatverhalten in der Lebensentwicklung und im Selbstbild
  • das Erproben von Handlungsalternativen
  • das Ansetzen bei den eigenen Stärken
  • die gezielte Verantwortungsübernahme

Im Curriculum wird bearbeitet:

  • die Betrachtung der „Heldentaten“ (auf dem heißen Stuhl)
  • das Selbstbild (Ideal-Real-Selbst)
  • die Aggressivitätsauslöser
  • die vorhandenen Neutralitätstechniken (der andere ist schuld)
  • die Opferkommunikation
  • Aggressivität als Vorteil (Kosten- Nutzen)
  • der Provokationstest
  • die Thematisierung des Lebens und der Subkultur
  • das Kompetenztraining, Nachbereitung, Transfer

Das AAG -Training soll als eine Chance für die Jugendlichen verstanden werden, ihr gewalttätiges und damit sozial unverträgliches Verhalten zu reflektieren, und eine Idee zu entwickeln, es zu verändern.