Besuchskontakte und Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie

Hier finden Sie Artikel rund um das Thema Besuchskontakte, was sie bringen und wo ihre Grenzen sind. Darüber hinaus beleuchten wir das oftmals schwierige Kapitel der Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie.

Besuchskontakte in Pflegefamilien – Eine empirische Untersuchung

Es wird eine Studie vorgestellt, die an 51 Pflegefamilien den Einfluss von Besuchskontakten auf die erweiterte Pflegefamilie untersucht. Zur Erhebung der Variablen wurde das Pflegeelterninterview, das Fragebogeninventar „Family Assessment Measure“ sowie die Beobachtungsmethode „Home Observation for Measurement of the Environment“ eingesetzt. Der Vergleich von Pflegefamilien mit laufenden, mit abgebrochenen sowie ohne Besuchskontakte zeigte, dass ein Erhalt der Beziehung des Pflegekindes zu seinen Herkunftseltern nur über Besuche möglich ist. Die meisten Pflegeeltern hatten jedoch die Vorstellung einer quasileiblichen Familie, empfanden Besuchskontakte als zusätzliche chronische Belastung und lehnten sie ab. Abbrüche der Besuchskontakte minimierten die Chance einer Auseinandersetzung des Pflegekindes mit den eigenen Wurzeln. Aus den Ergebnissen werden einige Auswahlkriterien fuer Pflegefamilien abgeleitet, in denen Besuchskontakte geplant sind. Es sollte jeweils in einer einzelfallbezogenen Diagnostik darüber entschieden werden, welche Lösung (mit oder ohne Besuchskontakte) für das Pflegekind, die Pflegeeltern und die Herkunftseltern am besten geeignet erscheint.

Die Position des Kindes stärken – Konsequenzen der Bindungsforschung für die Arbeit mit Pflege- und Adoptivkindern

Dr. Jörg Maywald beschreibt in diesem Artikel sehr umgangssprachlich den theoretischen Hintergund der Bindungsforschung, wie Bindung entstehen, welche Qualitäten sie haben können und welche Konsequenzen sich im Alltag daraus ergeben, um dann an vielen Beispielen wichtige Positionen im Umgang mit Bindungen eines Kindes und ihren Folgen für das Pflegekinderwesen zu entwickeln. Der Autor war selbst jahrelang Pflegevater.

Pflege- und Adoptivfamilien – Entwicklungspsychologische Einblicke

Zum 25-jährigen Jubiläum des PFAD-Bundesverbandes der Pflege- und Adoptivfamilien im November 2001 zog Frau Prof. Dr. Gisela Zenz in ihrem Festvortrag eine kritische Bilanz: trotz entwicklungspsychologischer Einsichten und rechtlicher Verbesserungen für Pflegekinder gibt es in der Praxis Defizite bei der Umsetzung, Anzeichen für Rückfälle hinter ein bereits erreichtes Niveau sowie Verzögerungen bei der Umsetzung neuer Forschungsergebnisse. *Christoph Malter (Februar 2002)*

Herkunftseltern brauchen Hilfe, um ihre Rolle zu akzeptieren

Erfahrungen aus der Arbeit mit leiblichen Eltern hat die Volksstimme aus Halberstadt in einem Artikel über die Arbeit Birgit – Patricia Eilenbergers mit einer Gruppe von „Herkunftseltern“ zusammengefasst.

Kinder im Spannungsfeld zwischen Pflege- und Herkunftsfamilie

 

Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie

Zusammenfassung des Referats von Elisabeth Helming vom Deutschen Jugendinstitut mit Forschungsergebnissen zur Zusammenarbeit zwischen Herkunftsfamilie und Pflegefamilie aus dem Projekt Pflegekinderhilfe des DJI und des DIJuF