FAS – Alkohol in der Schwangerschaft?

Das fetale Alkoholsyndrom verursacht durch den mütterlichen Alkoholkonsum während der Schwangerschaft eine vermeidbare Tragödie. Das fetale Alkoholsyndrom ist die häufigste geistige Behinderung, die nicht genetisch bedingt ist. Denn sie ist zu 100% vermeidbar. Leider werden allein in Deutschland jährlich etwa 3000 Kinder mit körperlichen Missbildungen und geistiger Retardierung geboren. Jedes Jahr am 09.09. ist weltweit der „Tag des alkoholgeschädigten Kindes“ in 17 Ländern der Welt: USA, Kanada, Deutschland, England, Schottland, Australien, Neuseeland, Südafrika, Italien, Schweden, Frankreich, Japan, Polen, Costa Rica, Bermudas und Luxemburg. Kinder, die an FAS leiden, haben eine Reihe spezifischer Beeinträchtigungen, was die geistige, seelische und körperliche Entwicklung anbelangt. Unter Umständen sind diese Kinder von einer lebenslangen Behinderung betroffen.

FAS ist eine Schädigung des Kindes, die während der Schwangerschaft entsteht, wenn die Mütter Alkohol zu sich nehmen. Das Zellgift Alkohol schädigt die sich entwickelnden Zellen. Das betrifft hauptsächlich Zellen der inneren Organe und des Gehirns. Dies löst dann bei den Kindern eine dauerhafte Beeinträchtigung der körperlichen Entwicklung, geistigen Reife, der Verhaltensentwicklung und der sozialen Reife aus.
Man kann die an FAS erkrankten Kinder fördern, aber die Krankheit, die durch den Alkoholkonsum der Mutter entstand, ist nicht rückgängig zu machen oder zu mildern.

Man kann den Menschen, die von dieser Krankheit betroffen sind, diese auch ansehen. Eindeutige Merkmale weisen auf FAS hin und sind auch kaum zu verwechseln. Die Gesichtszüge tragen veränderte Eigenschaften, wie z.B. veränderte Augenform, die Augen sind deutlich unterschiedlich groß und weisen eine tiefe Falte am unteren Lid auf, das Oberlid kann herunterhängen. Die Lippenform ist schmaler und weniger ausgeformt z.B. fehlt meist das Lippenrot der Oberlippe oder sie ist sehr schmal. Gleichzeitig fehlen eventuell die Falten zwischen der Nase und den Lippen. Der Abstand zwischen Nase und Lippen kann größer sein. Die Kinder wirken dann äußerlich wie kleine Äffchen. Auch die Zähne können sehr klein sein. Ebenso sind die Ohren von Verformungen betroffen, wenig ausgeformt und oft nicht an der richtigen Stelle, sondern etwas tiefer gelegen. Auch die Genitalien können von Deformierungen betroffen sein. Kinder ohne diese äußeren Merkmale können ebenso stark  betroffen sein. Dies nennt man FAE, fetale Alkoholeffekte.

Am besten lässt es sich diagnostizieren, wenn die Mutter in der Schwangerschaft nachweislich Alkohol getrunken hat und das Kind augenscheinlich keine Merkmale der Schädigung trägt, wie z.B. der kleine Kopf oder Untergewicht, später dann kognitive und psychiatrische Auffälligkeiten zeigt, wie gestörtes Sozialverhalten, besonders bei Problemen. Untersuchungen zeigen, dass diese Krankheit keine Schädigung durch mangelnde Zuwendung oder Förderung ist, sondern diese Kinder über ein bestimmtes Niveau nicht hinweg kommen. Dies ist durch noch so viel Üben und Training nicht zu überwinden. Manche Kinder müssen also ein Leben in Unselbstständigkeit führen, weil ihre kognitiven Fähigkeiten nicht ausreichen. Es gibt auch Probleme in der Wärme-, Kälte- und Schmerzwahrnehmung. Sie können ihre Umwelt im Allgemeinen schwerer real einschätzen und sind dadurch gefährdet.

Das Grundgefühl dieser Kinder ist im Allgemeinen vergnügt, munter und aufgeschlossen. Durch die Hirnschädigung können sie hyperaktiv sein, sie durchdenken ihre Handlungen nicht und so kommt es zu dissozialem Verhalten. Aggressiv sind diese Kinder selten. Eher neigen sie zu Distanzlosigkeit.
Es gibt ganz einfache Übungen, diese regen die Hirntätigkeit an und tragen zur besseren Konzentration und Ausgeglichenheit bei, indem beide Hirnhälften besser zusammenarbeiten können. Hier wird durch Bewegungsreize das Gehirn informiert und angeregt. Eine in sogar fast aussichtslosen Fällen gute Möglichkeit doch etwas zu erreichen ist der Einsatz von homöopathischen Mitteln, mit denen sogar ein nachträgliches Schädelwachstum angeregt werden kann.