Kaleidoskop Pflegekinderwesen
Fachtag zu rechtlichen Rahmenbedingungen, zur Kooperation und auf besondere Pflegekinder am 18.02.2009 in Bernburg
Um das Pflegekinderwesen umfassend zu verstehen ist es notwendig es in seiner Vielfalt und Breite zu betrachten. Hierzu gehört der Fokus auf rechtliche Rahmenbedingungen ebenso, wie der Blick auf Partner von Pflegefamilien und auf besondere Pflegekinder.
Wir stellen uns mit dem diesjährigen Fachtag dieser thematischen Breite, greifen Entwicklungen im Pflegekinderwesen auf und stellen sie zur Diskussion
Immer wieder beschäftigt die Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie sowohl Pflegeeltern als auch die Fachkräfte im Jugendamt. Das Deutsche Jugendinstitut hat sich im Rahmen seiner Forschung zum Pflegekinderwesen intensiv mit den Herkunftseltern befasst und sowohl diese als auch Jugendämter zu ihren Erfahrungen be-fragt. Elisabeth Helmig wird Konsequenzen aus der Forschung des DJI vorstellen und für eine anregende Diskussion zur Verfügung stehen.
Insbesondere in größeren Städten wer-den zunehmend Pflegekinder mit Migrationshintergrund in Pflegefamilien vermittelt. Die Aufnahme eines solchen Pflegekindes erfordert von den Pflege-eltern besonderes Einfühlungsvermögen und Fachwissen. Roland Bartnig begleitet seit Jahren minderjährige Flüchtlinge als Vormund und stellt die Besonderheiten bei Kindern mit Migrationshintergrund vor.
Der Bundestag hat ein neues Familienverfahrensrecht verabschiedet, dass auch Veränderungen für Pflegeeltern mit sich bringt. Thomas Krille stellt die neuen Regelungen vor und steht für Fragen zur Verfügung.
Immer wieder gibt es bei Pflegeeltern und Fachkräften Unsicherheiten im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der Schule. Pflegeeltern benötigen oft mehr Fachinformationen über besondere Schulformen und deren Möglichkeiten. Für diese Fragen steht mit Dr. Christian Walbrach ein erfahrener Schulrat zru Verfügung.
Pflegekinder, die eine behindert oder von eienr Behinderung bedroht sind, stellen besondere Anforderungen an Pflegeeltern. Allein schon die Frage, ob man die Behinderung anerkennen lassen solle oder ob das nicht zu einer Stigmatisierung des Kindes beitrage ist schwer zu fällen. Christoph Malter, selbst Pflegevater und langjähriger Mitarbeiter der AGSP, informiert über die rechtlichen Möglichkeiten und die Rahmenbedingungen für ein Familienleben mit einem behinderten Kind.
Pflegeeltern benötigen besondere Formen der Beratung und Unterstüt-zung, um ihrer Aufgabe gerecht werden zu können. Steffen Szwillus, erfahrener Familientherapeut aus Magdeburg, der sich besonders für Pflegefamilien qualifziert hat, informiert über die besonderen Bedingungen für die beraterische und therpeutische Arbeit in Pflegefamilien und diskutiert die gesammelten Erfahrungen.
Wir hoffen auf eine rege Beteiligung am Fachtag. Bitte melden Sie sich bis zum 04.02. an. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 25,00 EUR und 15,00 EUR für Pflegeeltern.
Den Flyer der Veranstaltung mit dem Anmeldeformular finden Sie HIER.
Ort/Termin: Bernburg, 18.02.2009
Kosten:25,00 €/Teilnehmer, 15,00 EUR für Pflegefamilien
Anmeldung:
Stiftung Ev. Jugendhilfe St. Johannis Bernburg
Fachzentrum für Pflegefamilien Sachsen - Anhalt
Dr. John Rittmeister Str. 6
06406 Bernburg
Tel.: 03471 / 37 40 0
Mail: henneicke@pflegeelternschule.org

