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Vereine treffen sich zum Erfahrungsaustausch

Am 24. März 2006 trafen sich auf Einladung des Vereins für Pflege- und Adoptiveltern „Zuhause e.V.“ Bernburg Vertreter von 8 Vereinen und des Landesverbandes in Bernburg zu einem ersten überregionalen Arbeitstreffen.


Zu Beginn der Veranstaltung stellten die Vorsitzenden ihren Verein in Form einer internen Bestandsaufnahme der  Vereinsarbeit vor: Wie viele Mitglieder hat der Verein? Was sind mögliche Gründe für Verringerung der Mitgliederzahl? Welche Veranstaltungen sind durchgeführt worden, welche sind geplant? Was fördert und was behindert die Vereinsarbeit? U.a.

In der anschließenden Diskussion wurde von allen Teilnehmenden unterstrichen, dass ein Verein nur existieren kann, wenn jeder bereit ist seinen Teil zur Vereinsarbeit beizutragen. Hierzu gehört auch die Teilnahme an Veranstaltungen. Es gibt in fast allen Vereinen Mitglieder die etwas mehr für den Verein tun. Da tat sich die Frage auf: Wie gelingt es, alle zur aktiveren Mitarbeit zu bewegen?

Die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt wurde thematisiert. Dabei fand ganz besonders die Bedeutung des Pflegekinderdienstes Beachtung. Es wurde auf die positiven Folgen einer konstruktiven Zusammenarbeit verwiesen, die durch Kontakte zu den Ansprechpartnern immer wieder aufgebaut und gepflegt werden muss. Alle Beteiligten im System des Pflegekinderwesens sind auf eine konstruktive Zusammenarbeit im Interesse der gemeinsamen Arbeit angewiesen, vor allem auf Menschen, die auch Geben und nicht nur Nehmen. Nur so kann eine Beziehung entstehen, die für alle nützlich ist. Konkurrenzdenken ist hier fehl am Platz.

Nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ lässt sich vieles innerhalb der überregionalen Vereinszusammenarbeit besprechen. Zum Ausdruck kam, dass jeder von den Aktivitäten der anderen Vereine profitieren kann. Schon allein der Kontakt untereinander ist ein Zugewinn. Die sich daraus ergebenden Möglichkeiten sind vielseitig.

Während weiterer Zusammenkünfte soll neben der aktuellen Vereinsarbeit über die Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliedermotivation, Mitgliedergewinnung u.a. gesprochen werden.
Das Ziel ist, Vorschläge für die „Basisarbeit“ der Vereine für Pflege- und Adoptiveltern in Sachsen-Anhalt gemeinsam zu finden und zu besprechen.  

Während des ersten Treffens wurde festgelegt, dass nach jedem Arbeitstreffen eine Pressemitteilungen an die regionale Presse verfasst wird. Jede Zeitung ist auch dankbar für Beiträge bzw. lebt von ihnen. Zu berücksichtigen wäre außerdem, dass viele Institutionen, wie Banken und Verbände eigene Publikationen haben und dass auch diese genutzt werden können. Damit wird eine Verbesserung des Images und des Bekanntheitsgrades der Vereine erreicht. Auch bei politischen Veranstaltungen sollten sich die Vereine zu Wort melden, ohne sich allerdings in eine politische Ecke drängen zu lassen.

Weil es nun mal Tatsache ist, dass Information und Geselligkeit verbinden, sollte sich auch darüber ausgetauscht werden, wie das Programm der Vereine in dem Bereich ausgewogen gestaltet wird, damit ein Gleichgewicht zwischen Geselligkeit und Information entsteht.

Eine weiterer Schwerpunkt der Arbeitstreffen werden die Finanzen sein, sprich Sponsoren und Fördermittel. Die Finanzausstattung ist nun mal eine Voraussetzung für die Vereinsarbeit.
Doch Sponsoren sollten nicht nur Geldgeber sein. Viele sind ggf. darüber hinaus bereit, dem Verein durch Bereitstellung von Tagungsräumen u.a. zur Seite zu stehen. Dies muss wohlwollend in der  Presse Erwähnung finden, denn jeder Sponsor liest gerne seinen Namen in der Zeitung.

In der Diskussion kam zum Ausdruck, dass alle Veranstaltungen der Vereine auch für Nichtmitglieder offen sind. Das ist eine Möglichkeit, den Bekanntheitsgrad bei anderen Pflegeeltern und bei Kinder- und Straßenfesten bei der Allgemeinheit, der Wirtschaft und der Presse zu steigern.
Eine gute Möglichkeit zur Imageverbesserung ist die Teilnahme an Veranstaltungen der Partner. Beim Landesverband am Tag der Pflegefamilien und am Bildungswochenende und beim Fachzentrum für Pflegefamilien am Stiftungsfest der Stiftung Evangelische Jugendhilfe.

In persönlichen Gesprächen mit Pflegeeltern und Pflegeelternbewerbern kann und soll jedes Mitglied die Möglichkeiten der Vereinsarbeit aufzeigen. Dazu muss jeder über die Ziele und Aufgaben des Vereins informiert sein. Dies ist eine Möglichkeit, Interesse zu wecken und neue Mitglieder zu gewinnen. Das Fachzentrum für Pflegefamilien bietet im Rahmen des Vereinsservice Unterstützung bei der Fertigung von Info-Material, wie Flyer und Visitenkarten, an.

Inzwischen gehört es fast „zum guten Ton“, einen Internetauftritt zu haben. Die Möglichkeiten mit diesem Medium sind groß. Man kann zu aktuelle Themen Stellung beziehen, seine Veranstaltungen ankündigen, Ansprechpartner nennen und ideal miteinander kooperieren. Bei der Erstellung bzw. Aktualisierung der Vereinshomepage kann das Fachzentrum im Rahmen der Vereinsunterstützung mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die Teilnehmenden am ersten überregionalen Arbeitstreffen der Vereine für Pflege- und Adoptiveltern in Sachsen-Anhalt brachten ihre Zufriedenheit über diese Form der Zusammenarbeit zum Ausdruck und legten gemeinsam einen Termin für die zweite Veranstaltung fest.

Zum nächsten Arbeitstreffen sind alle Vereine für Pflege- und Adoptiveltern in Sachsen-Anhalt herzlich eingeladen. Es findet am16. Juni 2006 um 19.00 Uhr in Bernburg, Versammlungsraum der Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis Bernburg in der Dr.-John-Rittmeisterstraße 6 statt.



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