Das fetale Alkoholsyndrom - Die 100% vermeidbare Tragödie
Am 07. Mai 2011 war Prof. Spohr in Halberstadt
Was ist das eigentlich, FAS? Viele Menschen wissen gar nichts mit dem Begriff anzufangen. Wer in der ehemaligen DDR zur Schule ging hat im Biologieunterricht von Alkoholembryopathie gehört und wurde als Frau während der Schwangerenvorsorge aufgeklärt, dass Alkohol absolut schädlich für das werdende Kind ist. Aufklärend wirkte auch ein Buch über die Entstehung des Menschen und den Verlauf von Schwangerschaft und Geburt. Es zeigte, gleich auf den allerersten Seiten eine erschreckende Fotografie eines, durch Alkohol in der Schwangerschaft schwer behinderten Babys mit entsprechendem Bildkommentar.
Wer hat das schon gelesen, könnte man sich fragen. Auf jeden Fall interessierte Eltern mit Bildungshintergrund. Ja, die müssten es doch sowieso wissen, denkt da so mancher! Dem ist leider nicht so. Nach Recherchen sind diese Elterngruppen eher gefährdet ihr Kind durch Alkohol in der Schwangerschaft zu schädigen, als vergleichbare soziale Gruppen im Randbereich der Gesellschaft.
Selbst Ärzte wissen oft zu wenig. Was ist davon zu halten, wenn schwangeren Frauen zu einem Glas Sekt geraten wird, um den niedrigen Blutdruck zu erhöhen, ein Glas Wein als unbedeutend eingeschätzt wird, die Wirkung verharmlost? Und Ärzten wird vertraut……
Vielleicht ist es deswegen so schwer, das wissen um die verheerende Wirkung von Alkohol allgemeingültig zu machen, weil gerade auch hoch gebildete Mitmenschen sich heimlich fragen müssen: “Hat mein Kind das auch….ich dachte immer es wäre „nur“ ADHS?.....
Viele Pflegeeltern wissen etwas über FAS, einige wissen es ganz genau, sie haben Kinder mit dieser Diagnose in ihren Familien. 95% dieser Kinder leben in Pflegefamilien.
Pflegekinder haben alle ihre Problematik, die sie mit in die Pflegefamilie bringen. Kinder mit FAS haben dazu keine Hoffnung auf Heilung, denn eine Schädigung durch ein Gift wie Alkohol, verursacht irreparable Schäden am Gehirn, den inneren Organen und am Äußeren des Kindes. Diese Kinder entwickeln sich langsam und die Diagnose ist nicht so leicht zu stellen. Prof. Spohr hat dazu aber Möglichkeiten entwickelt, es gibt einen Vier-Punkte-Untersuchungsplan. Eine Diagnosenodyssee haben viele Pflegeeltern schon hinter sich, bis die wahre Ursache für die Auffälligkeiten ihres Pflegekindes gefunden werden kann.
• Was ist eigentlich FAS genau?
• Warum ist Alkohol so gefährlich?
• Gibt es eine „sichere“ Alkohlmenge für das Ungeborene?
• Wie baut ein Fötus Alkohol ab?
• Welches sind die Folgen des Alkoholkonsums der Mutter in der Schwangerschaft

